
Das Hongkonger Observatorium gab am 9. Juli um 09:45 Uhr HKT ein Update heraus, das bestätigt, dass der Supertaifun Bavi mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 195 km/h nordwestlich auf Gewässer östlich von Taiwan zusteuert. Obwohl bisher keine lokale Sturmwarnung ausgegeben wurde, bereiten sich Fluggesellschaften und Reisebüros auf mögliche Störungen im regionalen Flugverkehr in den kommenden Tagen vor. Cathay Pacific reagierte als Erste und veröffentlichte spezielle Ticketregelungen, die Umbuchungs- und Umleitungsgebühren für Passagiere mit Buchungen von oder nach Taipeh und Kaohsiung zwischen dem 9. und 11. Juli erlassen. Reisende können ihre Reisedaten bis zum 11. Juli kostenlos ändern, wobei die Reise bis zum 31. August abgeschlossen sein muss, vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Sitzplätzen. Ähnliche Regelungen gelten für Prämientickets und Gruppenbuchungen, Rückerstattungsgebühren bleiben jedoch bestehen. Der Flughafenbetrieb in Hongkong läuft derzeit normal, jedoch wurden Notfallpläne aktiviert. Bodenabfertigungsfirmen haben Frachtkunden geraten, Exportanmeldungen früher einzureichen, falls Rampenschließungen angeordnet werden. Reisebüros empfehlen Geschäftsreisenden, bei Reisen nach Taipeh, Kaohsiung oder mit Anschlussflügen über diese Städte einen 24-Stunden-Puffer einzuplanen. Mobilitätsmanager in Unternehmen sollten ihre Mitarbeiter auf mögliche Kettenreaktionen von Verspätungen auf den Strecken nach Südchina und Nordostasien hinweisen, falls Bavi zu Einschränkungen im Luftverkehr führt. Arbeitgeber mit zeitkritischen Einsätzen – etwa Ingenieure, die zu Halbleiterfabriken in Hsinchu reisen – sollten alternative Routen über Macau oder Guangzhou prüfen, auch wenn die Kapazitäten begrenzt sind. Sollte der Sturm näher an Hongkong ziehen, könnte das Observatorium das Taifun-Signal 8 ausgeben, was zur Schließung von Schulen und zum Aussetzen der meisten öffentlichen Verkehrsmittel, einschließlich Fährverbindungen, führen würde. Unternehmen sollten daher ihre Homeoffice-Regelungen aktualisieren und sicherstellen, dass ausländische Mitarbeiter die örtlichen Schutzmaßnahmen kennen.