
Am 7. Juli kehrte am Morgen in Hongkong erneut heftiges Sommerwetter zurück: Das Hongkonger Observatorium gab um 05:30 Uhr die Amber-Regenwarnung heraus und zwei Stunden später eine spezielle Hochwasserwarnung für die nördlichen New Territories. Bis zum Mittag aktivierte das Drainage Services Department sein Notfallzentrum und setzte über 60 Einsatzteams ein. Insgesamt wurden 11 Überschwemmungen in Fanling, Ping Che und anderen tiefer gelegenen Dörfern gemeldet. Verletzte gab es keine, jedoch mussten Abschnitte der Fanling Highway und mehrere Landstraßen wegen Oberflächenwasser gesperrt werden, was zu Verzögerungen bei Grenzbuslinien und Frachtfahrzeugen zu den Kontrollpunkten Lok Ma Chau und Shenzhen Bay führte. Am Flughafen kam es zu vorübergehenden Verzögerungen bei der Bodenabfertigung, da Gepäck- und Cateringfahrzeuge auf rutschigen Vorfeldern vorsichtig manövrieren mussten, doch größere Flugausfälle blieben aus. Für Firmenreisemanager ist dieses Ereignis eine wichtige Erinnerung daran, dass extreme Regenfälle auch außerhalb der Taifun-Saison Just-in-Time-Reisepläne stören können. Unternehmen mit Pendelbussen zu nördlichen Industriegebieten sollten ihre Ausweichrouten überprüfen, während Mobilitätsteams, die Visa-Tagesausflüge nach Shenzhen organisieren, bei überfluteten Straßen die MTR-Lo Wu-Bahn als Alternative in Betracht ziehen sollten. Das Observatorium hob die Amber-Warnung um 11:55 Uhr auf, nachdem der Regen nachgelassen hatte, warnte jedoch vor weiterhin schauerartigem Wetter am Abend. Nach dem Arbeitsrecht Hongkongs führen Amber- oder Rot-Regenwarnungen nicht automatisch zu Arbeitsausfällen; viele multinationale Unternehmen folgen jedoch internen Sicherheitsprotokollen, die Homeoffice bis zur Normalisierung der Bedingungen erlauben. Klimaforscher weisen darauf hin, dass die stündlichen Extremregenfälle in Hongkong in den letzten zehn Jahren um 20 Prozent zugenommen haben, was die Belastung der Entwässerungsinfrastruktur erhöht und Arbeitgeber dazu zwingt, Wetterrisiken stärker in die Mobilitätsplanung einzubeziehen.
Quelle: South China Morning Post