
Das Einwanderungsamt der Polizei von Agrigent begleitete am 11. Juli einen tunesischen Staatsangehörigen zur Grenze, um einen Abschiebebeschluss umzusetzen, der nach Verbüßung seiner Haftstrafe wegen Beihilfe zur irregulären Migration erlassen wurde. Die Behörden erklärten, der Mann habe Überfahrten aus Nordafrika organisiert und stelle ein Risiko für die öffentliche Ordnung dar, wenn er bleiben würde. Nach Identitätsprüfungen und Abstimmung mit den tunesischen Konsularbehörden bestieg der Abgeschobene unter Polizeibegleitung einen planmäßigen Linienflug. Die Maßnahme entspricht der Juli-Direktive des Innenministeriums, die Abschiebungen von Straftätern in Schleusernetzwerken zu priorisieren und die durch das Dekretgesetz 100/2026 eingeführten Schnellverfahren zu nutzen. Italien führte in der ersten Hälfte des Jahres 2026 insgesamt 3.480 erzwungene Rückführungen durch, ein Anstieg von 28 % im Jahresvergleich, wobei Tunesien, Ägypten und Albanien die häufigsten Zielorte waren. Menschenrechtsorganisationen kritisieren das Fehlen unabhängiger Kontrollen bei einigen Charterflügen, während das Ministerium betont, dass verstärkte Abschiebungen für die Glaubwürdigkeit legaler Migrationswege unerlässlich sind. Unternehmens-Mobilitätsmanager sollten beachten, dass die Ausreisekontrollen an sizilianischen Häfen und Flughäfen verschärft wurden, was zu längeren Wartezeiten für Drittstaatsangehörige führt; eine frühzeitige Anreise und vollständige Dokumentation werden empfohlen.
Quelle: La Sicilia