
Laut staatlichen Medien evakuierten die lokalen Behörden in Zhejiang, Shanghai und Fujian vor dem Eintreffen des Taifuns Bavi am späten 11. Juli insgesamt 2,2 Millionen Einwohner und temporäre Besucher. Zu den Evakuierungsanordnungen gehörten auch Tausende ausländische Fabrikleiter und Seeleute, die in Schlafsälen nahe dem Hafen Beilun in Ningbo untergebracht sind. Grenzkontrolleinheiten an den Flughäfen Wenzhou und Fuzhou richteten mobile Schalter in Notunterkünften ein, damit Reisende, deren Pässe in überfluteten Hotels eingeschlossen waren, dennoch Ausreisedokumente erhalten konnten. Die beiden internationalen Flughäfen Shanghais – Pudong und Hongqiao – strichen am 11. und 12. Juli über 650 Flüge, während das Shanghai Exit-Entry Bureau ankündigte, Überziehungsstrafen für Ausländer, die nicht rechtzeitig abreisen konnten, zu erlassen, sofern sie sich innerhalb von 72 Stunden nach Wiederaufnahme der Dienste melden. Gleichzeitig setzten die Küsteneinwanderungskontrollen die Fingerabdruckerfassung für Crewwechsel aus, um Warteschlangen bei starkem Wind zu vermeiden. Evakuierungspläne für Fabriken wurden erprobt, indem Busse Arbeiter in sichere Gebiete im Landesinneren brachten, wo temporäre „Pop-up“-Schalter für Ein- und Ausreise Reiseerleichterungsschreiben anstelle physischer Visa ausstellten. Mehrere Logistikunternehmen, darunter SF Express International, berichteten, dass die vereinfachte Dokumentenabwicklung die Bearbeitungszeiten im Vergleich zu früheren Taifunen um Stunden verkürzte. Die Massen-Evakuierung verdeutlicht die zunehmende Verknüpfung von Katastrophenmanagement und globaler Mobilitätskontrolle in China. Unternehmen mit ausländischen Mitarbeitern sollten sicherstellen, dass die bei der Polizei registrierten Notfallkontakte aktuell sind, da digitale Benachrichtigungen über Strafenerlasse oder Dokumentenersatzverfahren inzwischen hauptsächlich per SMS und WeChat-Mini-Programmen versendet werden.
Quelle: The Straits Times