
Bei seiner regulären Sitzung am Montag, dem 13. Juli, hat das tschechische Kabinett einen detaillierten Fortschrittsbericht zur nationalen Tourismusentwicklungsstrategie 2021–2030 genehmigt. Das vom Minister für Regionalentwicklung vorgestellte Dokument bewertet die Umsetzung bis 2025 und legt die nächsten Prioritäten fest – darunter ein gezieltes Programm zur Anziehung von MICE-Veranstaltungen (Meetings, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen) mit hoher Ausgabebereitschaft in Sekundärstädte wie Brünn und Ostrava. Beamte verwiesen auf einen Anstieg der Konferenzankünfte um 9 % im ersten Quartal 2026, vor allem durch Veranstaltungen aus den Bereichen Life Sciences und IT. Um diesen Schwung zu festigen, wird das Ministerium ein Pilotprojekt „Green Conference“ starten, das Veranstaltern, die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und lokale Anbieter einbinden, bis zu 30 % der Veranstaltungsortkosten erstattet. Das Budget von 150 Millionen CZK wird im September für Anträge geöffnet und soll vor allem multinationalen Unternehmen zugutekommen, die regionale Kick-offs planen. Der Bericht bestätigt außerdem, dass das lang erwartete e-Visa-Portal für kurzfristige Kulturvisa die Nutzerakzeptanzprüfung abgeschlossen hat. Der Start ist für Dezember 2026 geplant, was den Eintritt für Künstler und technische Teams bei tschechischen Veranstaltungen erleichtert und den bürokratischen Aufwand für Sponsorenunternehmen reduziert. Separat haben die Minister eine neue „Airlift Task-Force“ zwischen den Ministerien für Verkehr und Außenpolitik gebilligt, um zusätzliche Langstreckenflüge nach Prag und Karlsbad zu verhandeln. Die Gespräche mit Korean Air und Air Canada befinden sich Berichten zufolge in einem fortgeschrittenen Stadium, was auf eine erweiterte Kapazität für Geschäftsreisende hinweist. Branchenverbände begrüßten die Kabinettsentscheidungen, warnten jedoch, dass eine beschleunigte Visabearbeitung und Investitionen in Flughäfen mit den Werbeausgaben Schritt halten müssen, um Reputationsschäden durch Überlastungen im Jahr der EU-Ratspräsidentschaft 2028 zu vermeiden.
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