
Die spanische Regierung hat den symbolischen Abriss des Grenzzauns zu Gibraltar aus Respekt vor der nationalen Trauer nach dem Waldbrand in Los Gallardos vom 13. auf den 15. Juli verschoben. An der Veranstaltung in La Línea werden Premierminister Pedro Sánchez und Außenminister José Manuel Albares teilnehmen. Sie markiert das Ende des physischen Zauns, der Gibraltar seit 1910 von Spanien trennt. Am 14. Juli unterzeichnen die EU und das Vereinigte Königreich in Brüssel den lang erwarteten Post-Brexit-Vertrag zu Gibraltar. Das Abkommen integriert den Felsen in den Schengen-Raum, verlagert die Grenzkontrollen auf der Luftseite zum Flughafen Gibraltar und schafft eine gemeinsame Zollzone, die den täglichen Grenzverkehr von über 15.000 Pendlern erleichtern soll. Für Unternehmen im Campo de Gibraltar bedeutet der Wegfall der routinemäßigen Passkontrollen schnellere Wege für Mitarbeiter zwischen den Hauptsitzen in Gibraltar und den Logistikstandorten in Spanien. Personalabteilungen sollten jedoch beachten, dass Nicht-Schengen-Bürger weiterhin Visa oder ETIAS-Reisegenehmigungen benötigen, sobald das EU-System 2027 startet. Zollagenten rechnen mit einer sechsmonatigen Übergangsphase, bevor elektronische Deklarationen die bisherigen Kontrollen an den Fahrspuren vollständig ersetzen. Die lokalen Behörden bereiten Infrastrukturmaßnahmen vor, um die ehemalige Zaunlinie in eine Fußgängerzone zu verwandeln, die eine „Zone gemeinsamen Wohlstands“ symbolisiert. Immobilienexperten erwarten auf der spanischen Seite eine steigende Nachfrage nach Büroflächen, ähnlich dem grenzüberschreitenden Boom in Luxemburg nach der Schengen-Erweiterung.
Quelle: Euronews / Europa Press
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