
Spanische Rettungsdienste begleiteten am 12. Juli ein überfülltes Cayuco mit 131 subsaharischen Migranten zum Hafen von La Restinga (El Hierro). Fünf Personen wurden wegen Dehydration und Erschöpfung ins Krankenhaus eingeliefert. Das Boot wurde fünf Seemeilen südlich der Insel nach einem Notruf und starkem Krängung nach Steuerbord abgefangen. Obwohl die Gesamtzahl der Ankünfte auf den Kanarischen Inseln in diesem Jahr um 67 % zurückgegangen ist, berichten Grenzpolizisten, dass Schleuser größere Risiken eingehen, indem sie Boote überladen, um ihre Gewinne zu sichern, und einige Routen in Richtung der Balearen und der andalusischen Küste verlagern. El Hierro, die kleinste der Kanarischen Inseln, wird zunehmend zum Ziel, da die Aufnahmezentren dort weniger ausgelastet sind als auf Gran Canaria. Für die Verantwortlichen der Umsiedlung verdeutlicht der Vorfall, dass Notfalltransfers von Insel-Aufnahmezentren zu Festlandunterkünften die Bearbeitungszeiten für humanitäre Arbeitserlaubnisse und Familienzusammenführungen beeinflussen können. NGOs fordern das Innenministerium auf, die Transfers auf das Festland zu beschleunigen, da die Hitzewellen die medizinischen Risiken bei der Überfahrt verstärken. Die Regionalregierung aktivierte Notfallpläne und setzte zusätzliches Personal der Rotkreuzorganisation sowie Dolmetscher ein. Die Behörden erinnerten Arbeitgeber daran, dass gerettete Migranten auf See eine 45-tägige Aufenthaltserlaubnis erhalten, während ihr Asyl- oder Rückführungsverfahren geprüft wird, in der Zeit jedoch keine formelle Beschäftigung erlaubt ist.
Quelle: Europa Press
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