
Hubschrauber und Rettungsschiffe der spanischen Küstenwache durchkämmen Gewässer 14 Meilen südlich von Formentera, nachdem in der Nacht zum Samstag zwei Migranten verschwanden, als sie versuchten, von einem kleinen Boot ans Ufer zu schwimmen. Dreizehn weitere Maghrebiner wurden gerettet; drei weitere Schwimmer konnten lebend geborgen werden. Den Balearischen Inseln wurden laut Innenministerium in diesem Jahr bisher über 3.100 irreguläre Bootsankünfte gemeldet. Die Ankünfte auf See belasten die lokalen Rettungsdienste und erschweren die neuen EU-Pakt-Vorgaben Spaniens, die eine biometrische Registrierung innerhalb weniger Stunden nach der Abfangaktion vorschreiben. Für Arbeitgeber mit ausländischen Mitarbeitern in der Region verdeutlicht der Vorfall die verstärkte Patrouillentätigkeit und mögliche Fährunterbrechungen, wenn SAR-Einsätze Schifffahrtswege sperren. Yachtunternehmen berichten, dass temporäre Sperrzonen in der Nähe von Rettungseinsätzen üblich sind. Menschenrechtsorganisationen fordern mehr legale Zugangswege – etwa über Spaniens Saisonarbeitskontingente und das kürzlich ausgeweitete humanitäre Visum – für Nordafrikaner, um gefährliche Überfahrten zu verringern.
Quelle: elDiario.es – Illes Balears
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