
Rob Law, US-Stellvertretender Staatssekretär für Strategie, Politik und Planung im Heimatschutzministerium, beendete am 14. Juli seinen zweitägigen Besuch in Nikosia. Er führte Gespräche mit dem stellvertretenden Migrationsminister Nicholas Ioannides und der stellvertretenden Präsidentenministerin Irene Piki. Beide Seiten bekräftigten ihre Absicht, die Zusammenarbeit in den Bereichen Migrationsmanagement, Cybersicherheit und Schutz kritischer Infrastrukturen auszubauen. Besonders für die Corporate-Mobility-Community von Interesse: Die Behörden bestätigten, dass Zypern nun die technischen Voraussetzungen für die Aufnahme in das US-Visum-Waiver-Programm (VWP) erfüllt – darunter niedrige Ablehnungsquoten bei B-Visa und die vollständige Einführung von elektronischen Pässen mit biometrischen Chips. Die Akte wird noch in diesem Jahr zur abschließenden Prüfung an das US-Außenministerium weitergeleitet. Die Aufnahme Zyperns ins VWP würde es seinen Bürgern ermöglichen, bis zu 90 Tage visumfrei zu Geschäfts- oder Touristenzwecken in die USA zu reisen, was Geschäftsreisen für die wachsenden Finanz- und Schifffahrtssektoren der Insel erheblich erleichtert. Auch zypriotische Unternehmen mit amerikanischen Mitarbeitern würden profitieren, da in der Regel parallel auch eine gegenseitige Erleichterung für Kurzaufenthalte ausgehandelt wird. Weitere Gesprächsthemen waren der Datenaustausch zur Zerschlagung von Schmuggelnetzwerken im östlichen Mittelmeer, gemeinsame Schulungen für Asylprüfer sowie der mögliche Einsatz von US-Grenztechnologie-Pilotprojekten – darunter Gesichtserkennungs-E-Gates – am internationalen Flughafen Larnaka. Wirtschaftsverbände begrüßten die Ankündigung und betonten, dass stärkere Sicherheitskooperationen oft die Freigabe von Trusted-Traveller-Spuren beschleunigen, was die Umsteigezeiten verkürzt. Eine Informationskampagne für die Öffentlichkeit wird nach der endgültigen US-Entscheidung gestartet; zypriotische Reisende werden gebeten, bis zur offiziellen Bekanntgabe des VWP-Beitritts keine bereits vereinbarten Botschaftstermine abzusagen.
Quelle: Cyprus Mail