
US-Bürger und Visumantragsteller in den VAE erlebten diese Woche unerwartete Störungen, nachdem die US-Mission eine dreitägige Aussetzung der konsularischen Termine vom 13. bis 15. Juli wegen der „regionalen Sicherheitslage“ angekündigt hatte. Alle routinemäßigen Visa- und Bürgerdienst-Interviews wurden abgesagt, und die Botschaft riet Amerikanern dringend davon ab, während der Schließung die Einrichtungen aufzusuchen. Die Mission befindet sich weiterhin im Status „ordered departure“ – das bedeutet, dass nicht unbedingt notwendiges Personal und Angehörige bereits umgesiedelt wurden – und bietet derzeit nur eingeschränkte Notfallhilfe über ein Online-Navigations-Tool an. Die reguläre Visa-Bearbeitung ist seit Anfang März ausgesetzt, was Reisende zwingt, Termine in Nachbarländern zu suchen oder ihre Reisepläne zu verschieben. Für Unternehmen verschärft die Unterbrechung die ohnehin schon erheblichen Engpässe bei US-Reisen. „Unsere leitenden Ingenieure warten seit vier Monaten auf die Verlängerung ihrer H-1B-Visa; dieser Stillstand sorgt für noch mehr Unsicherheit“, erklärt Ahmed Khan, Global Mobility Manager bei einem Energieunternehmen in Abu Dhabi. Einige Arbeitgeber leiten ihre Mitarbeiter vorübergehend über US-Konsulate in Muscat oder Manama um, obwohl dort die Terminrückstände ebenfalls zunehmen. Einwanderungsberater rechnen mit anhaltender Volatilität, da sich die Luftraumbeschränkungen im Golf und der breitere US-Iran-Konflikt weiterhin verändern. Unternehmen mit wichtigen Einsätzen in den USA wird empfohlen, längere Vorlaufzeiten einzuplanen, Mitarbeiter möglichst mit ESTA-berechtigten Pässen auszustatten und die Warnungen der Mission genau zu verfolgen. Antragsteller, deren Termine abgesagt wurden, werden direkt kontaktiert, um neue Termine zu vereinbaren, sobald der Service wieder aufgenommen wird.
Quelle: Gulf News