
Golf-Fluggesellschaften mussten am Mittwoch ihre Flugpläne neu ordnen, nachdem erneute Raketen- und Drohnenangriffe in Saudi-Arabien sowie anhaltende Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu aktualisierten Luftsicherheitswarnungen führten. Der internationale Flughafen Abha – zum zweiten Mal in Folge von Houthi-Raketen getroffen – verzeichnete am 15. Juli mindestens 11 Flugstreichungen, darunter Verbindungen nach Dubai und Sharjah, betrieben von flydubai und Air Arabia. In der gesamten Region meiden Fluggesellschaften weiterhin bestimmte Lufträume, was zu längeren Flugzeiten und höheren Treibstoffkosten führt. Emirates und Etihad meldeten keine größeren Ausfälle, rieten jedoch Passagieren, frühzeitig anzureisen und auf kurzfristige Routenänderungen vorbereitet zu sein. Internationale Airlines wie KLM, Lufthansa Group und Singapore Airlines halten Dubai, Riad und weitere Golf-Destinationen weiterhin von ihren Sommerflugplänen fern und verlängern die Aussetzungen bis in den August oder darüber hinaus. Parallel dazu führte Indien „Air Suvidha 2.0“ ein, eine verpflichtende digitale Gesundheitsdeklaration, die Reisende aus den VAE innerhalb von 24 Stunden vor Abflug ausfüllen müssen – eine Maßnahme der Weltgesundheitsorganisation angesichts des Ebola/Bundibugyo-Ausbruchs in Afrika. Das Formular ersetzt die bisherige Ankunftsdokumentation und muss bei der indischen Einreise vorgelegt werden. Reiseberater empfehlen, diesen zusätzlichen Schritt in die Checklisten für Geschäftsreisen aufzunehmen, um Boarding-Verweigerungen oder Verzögerungen zu vermeiden. Versicherer betonen, dass die Kombination aus Luftraumsperrungen, Gesundheitsdokumenten und plötzlichen Routenänderungen die Bedeutung robuster Duty-of-Care-Programme unterstreicht. „Wir raten unseren Kunden, die Mobilnummern aller Reisenden zu erfassen, Echtzeit-Flugwarnungen zu abonnieren und Rücklagen für Übernachtungen bei Umleitungen bereitzuhalten“, erklärt Rachel D’Souza von International SOS in Dubai. Mit dem Beginn der Sommersaison sollten Mobility Manager die Flexibilität bei der Ticketbuchung überprüfen, Termine mit Tagesverbindungen bestätigen und Mitarbeiter über die sich schnell ändernden Transitvorgaben informieren – insbesondere bei Reisen nach Indien, Saudi-Arabien oder über den Golf von Oman.
Quelle: Gulf News
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