
Mit den Schulferien zur Jahresmitte in Brasilien rechnen die Verkehrsbetriebe in Belo Horizonte im Juli mit rund 1,825 Millionen Reisenden, die durch die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt strömen werden, so Prognosen, die am 16. Juli in der Wirtschaftszeitung Diário do Comércio veröffentlicht wurden. Der Flughafen BH (Confins) erwartet 1,14 Millionen Passagiere, während der interstaatliche Busbahnhof der Stadt mit 685.000 Reisenden rechnet und 2.000 zusätzliche Abfahrten eingeplant hat. Obwohl der Großteil des Verkehrs national ist, wirkt sich der Anstieg auch auf die internationale Mobilität aus, da Confins Nonstop-Flüge nach Lissabon, Orlando, Panama-Stadt, Santiago, Buenos Aires und Curaçao anbietet. Die Fluggesellschaften haben ihr Personal für die Hochsaison aufgestockt und Schnellspuren bei der Sicherheitskontrolle eingerichtet, dennoch wird Reisenden empfohlen, mindestens drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein, da die Check-in-Schlangen länger werden. Neue Inlandsstrecken, die im August und November starten, werden die Anbindung für im Bundesstaat Minas Gerais ansässige Expatriates weiter verbessern. Die Flughafenbehörden arbeiten mit der Kinderschutzeinheit der brasilianischen Nationalen Zivilluftfahrtbehörde (ANAC) zusammen, um Aufklärungskampagnen zur Reisedokumentation durchzuführen. Familien werden daran erinnert, dass Minderjährige, die mit nur einem Elternteil ins Ausland reisen, eine notariell beglaubigte Erlaubnis des abwesenden Erziehungsberechtigten mitführen müssen – eine Regel, die Expatriates oft überrascht. Der Flughafen zeigt zudem im Rahmen der bundesweiten „Julho Azul“-Initiative Botschaften gegen Menschenhandel. Für Geschäftsreisende bedeutet die Ferienzeit eine geringere Verfügbarkeit von Hotelzimmern und höhere Flugpreise auf der Confins–São Paulo-Verbindung, einem wichtigen Anschluss für internationale Flüge. Unternehmen sollten flexible Tickets buchen und Homeoffice-Optionen in Betracht ziehen, um teure Last-Minute-Änderungen zu vermeiden. Der Busbetreiber Terminais BH weist darauf hin, dass die stärksten Abreisewellen an den Freitagen, dem 24. und 31. Juli, erwartet werden, während die Rückkehrer vor allem montags unterwegs sind. Arbeitgeber, die auf Fernbuspendler angewiesen sind, sollten mit Verspätungen rechnen und alternative Lösungen kommunizieren.
Quelle: Diário do Comércio (MG)
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