
Der Automobilclub Italiens (ACI) und die staatliche Straßenagentur Anas haben gemeinsame Prognosen veröffentlicht, wonach das Wochenende vom 17. bis 20. Juli die erste „doppelt rote“ Verkehrswarnung der Saison sein wird. Zwischen jetzt und Anfang September werden mehr als 440 Millionen Fahrzeugbewegungen im nationalen Straßennetz erwartet. Um Staus zu reduzieren, hat Anas 1.175 Baustellen – 83 % aller aktiven Arbeiten – eingefroren und 2.500 Mitarbeiter in Kontrollzentralen und Streifenteams eingesetzt. Lkw über 7,5 Tonnen sind am 18. Juli von 8:00 bis 16:00 Uhr und am 19. Juli von 7:00 bis 22:00 Uhr verboten. Viabilità Italia warnt vor kritischen Engpässen auf den Autobahnen A1, A14, A22 sowie an den Alpen-Grenzübergängen und empfiehlt Fahrern, außerhalb der Spitzenzeiten zu reisen und die Luceverde- und CCISS-Kanäle zu verfolgen. Für Firmenmobilitätsprogramme lautet die klare Botschaft: längere Transferzeiten zwischen Mailand, Bologna, Florenz und Rom einplanen, Pufferzeiten in Außendienstpläne integrieren und verderbliche Güter verstärkt per Bahn oder Nachtfahrten transportieren. Logistikverbände begrüßen die vorübergehende Aussetzung der meisten Straßenarbeiten, fordern jedoch eine bessere Abstimmung mit den Regionalbehörden, um unerwartete Fahrspur-Sperrungen auf Nebenstraßen zu vermeiden. Digitale Tools gewinnen an Bedeutung: Die Luceverde-App hat nach den Überschwemmungen im letzten Jahr Live-Wetter-Overlays integriert, während Flottenmanager den DAB+-Stream von ACI Radio nutzen, um Fernfahrer aktuell zu informieren. Bei prognostizierten Temperaturen über 35 °C in vielen Binnenregionen weisen Sicherheitsbehörden zudem auf das Risiko hitzebedingter Pannen hin und raten, zusätzlich Kühlmittel und Wasser mitzuführen.
Quelle: L’Automobile (ACI)