
Das britische Außen-, Commonwealth- und Entwicklungsministerium (FCDO) hat am 17. Juli seine Reisehinweise für Italien aktualisiert und neue Empfehlungen zu extremer Hitze, Waldbrandgefahr und bevorstehenden Verkehrsstreiks veröffentlicht. Die Warnung weist auf Hitze-Alarmstufen der Stufe Rot für 16 italienische Städte hin (am 18. Juli steigt die Zahl auf 19) und erinnert Reisende daran, dass Temperaturen über 40 °C die Bahninfrastruktur beeinträchtigen und zu Flugverspätungen führen können. Das FCDO weist zudem auf einen landesweiten 24-stündigen Trenitalia-Streik am 23. und 24. Juli sowie auf lokale Streiks im öffentlichen Nahverkehr in der Region Venetien am 17. Juli hin und empfiehlt, die Webseiten der Betreiber zu verfolgen und flexible Tickets in Betracht zu ziehen. Britische Staatsangehörige werden dazu angehalten, stets einen Lichtbildausweis mitzuführen und die IT-Alert-App des italienischen Zivilschutzes für Echtzeit-Notfallmeldungen herunterzuladen. Für multinationale Unternehmen mit britischen Mitarbeitern in Italien könnte die Aktualisierung zu einer Neubewertung des Risikos im Rahmen von ISO 31030-Duty-of-Care-Richtlinien führen. Reiseverantwortliche sollten ihre Mitarbeiter über ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Sonnenschutz und mögliche Reiseunterbrechungen informieren, während Personalabteilungen gegebenenfalls arbeitsmedizinische Eignungsprüfungen für Außeneinsätze veranlassen sollten. Versicherer weisen darauf hin, dass Reiserücktrittsversicherungen in der Regel keine „vorhersehbaren Ereignisse“ abdecken, was bedeutet, dass Buchungen nach Veröffentlichung der Warnung bei hitzebedingten Störungen möglicherweise nicht erstattungsfähig sind. Arbeitgeber sollten daher dokumentieren, dass die Reise geschäftlich notwendig war, und gegebenenfalls „Cancel-for-any-reason“-Optionen prüfen, wenn Mitarbeiter in Risikogebiete entsandt werden.