
Hunderte indische Studierende, die im August ihr Studium in den USA beginnen wollen, kämpfen um Termine für Botschaftsinterviews. Laut Bildungsexperten, die am 18. Juli 2026 in der Hindustan Times zitiert wurden, warten viele Anträge, die nach April eingereicht wurden, noch auf einen Termin. Der Engpass folgt auf ein Rekordaufnahmejahr und fällt mit neuen US-Regeln zusammen, die die Gültigkeit von Studentenvisa auf vier Jahre begrenzen, was zu einem Anstieg verspäteter Anträge führt. Familien berichten, dass die frühesten verfügbaren Termine inzwischen in den September oder Oktober rutschen – also deutlich nach Beginn des Herbstsemesters an den meisten US-Universitäten. Die US-Mission in Indien hat die Verzögerungen bisher nicht öffentlich erklärt, doch Konsulardaten zeigen, dass Ressourcen zugunsten der gestiegenen Nachfrage nach Besucher- und Saisonarbeiter-Visa umverteilt wurden. Notfalltermine, die in den Vorjahren zur schnellen Bearbeitung echter akademischer Fälle genutzt wurden, sind bislang nicht aktiviert worden. Einige Universitäten bieten Aufschübe oder Fernstudienoptionen an, doch Studierende riskieren dabei den Verlust von Stipendien und Wohnheimplätzen. Reisebüros verzeichnen zudem höhere Umbuchungsgebühren, da Familien als Absicherung Flüge nach Großbritannien und Singapur als alternative Studienorte buchen. Mobility-Manager sollten Absolventen raten, vollständige Unterlagen – einschließlich Formular I-20 und SEVIS-Gebührenquittungen – bereitzuhalten, um kurzfristige Termine wahrnehmen zu können. Berater empfehlen außerdem die Teilnahme am kostenpflichtigen „Priority Visa“-Pilotprogramm der Botschaft, das gegen eine Gebühr von 750 US-Dollar ein Interview innerhalb von zehn Arbeitstagen verspricht.
Quelle: Hindustan Times