
Ein ankommendes Verkehrsflugzeug führte am 27. Juli um 10:00 Uhr am internationalen Flughafen Galeão in Rio de Janeiro (GIG) eine Durchstartmanöver durch, nachdem die Besatzung einen großen Freizeitballon in der Nähe des Bahnendes entdeckt hatte. Der Flughafenbetreiber RIOgaleão berichtete, dass der Ballon außerhalb des Flughafengeländes landete und der Flugbetrieb ohne nennenswerte Verzögerungen wieder aufgenommen wurde. Obwohl solche Ballons während der brasilianischen Winterfeste „Festas Juninas“ häufig sind, stellen unkontrollierte Heißluftballons ein wachsendes Risiko für die Flugsicherheit dar, da sie keine Transponder besitzen und bei Anflügen mit Flugzeugen kollidieren können. Die brasilianische Luftfahrtbehörde ANAC verzeichnete in der ersten Hälfte des Jahres 2026 landesweit 37 flugbezogene Zwischenfälle mit Ballons – ein Anstieg von 22 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Behörde startete kürzlich die Kampagne „Balão Não é Brinquedo“ („Ballons sind kein Spielzeug“) und droht mit Bußgeldern von bis zu 10.000 R$ für das Starten von Ballons in der Nähe von Flugrouten. Geschäftsreisende, die die beiden Flughäfen in Rio nutzen, sollten während der Hauptstartzeiten der Ballons – typischerweise an Wochenenden und Feiertagen – mit möglichen Verkehrsregelungen rechnen und zusätzliche Umsteigezeiten einplanen. Mobilitätsteams wird empfohlen, die Crews zu Tagesanflügen zu raten, da Ballons bei Tageslicht besser sichtbar sind, und enge Weiterflüge am selben Tag zu vermeiden. Für Fluggesellschaften unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit sorgfältiger Anflugbriefings für GIG und Santos Dumont, wo Ballonbeobachtungen häufig sind. Airlines setzen sich für eine strengere Durchsetzung der Regeln und eine Echtzeitverfolgung der Ballons durch Drohnenüberwachung in Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Flugsicherungsanbieter DECEA ein.
Quelle: Record TV – Fala Brasil