
Die Generaldirektion für Zivilschutz und Notfälle (DGPCyE) hat am 27. Juli eine Orange-Warnung herausgegeben und vor der vierten – und heftigsten – Hitzewelle der Saison in Spanien gewarnt, die voraussichtlich am Mittwoch, den 29. Juli, beginnt und bis Sonntag, den 2. August, andauert. Die Temperaturen werden im Guadalquivir-Tal voraussichtlich über 44 °C steigen, an Teilen der Mittelmeerküste und auf den Kanarischen Inseln über 42 °C. Für Teams mit globaler Mobilität hat die Warnung operative Folgen: In vielen Regionen gelten automatisch Einschränkungen für Arbeiten im Freien gemäß dem Königlichen Dekret-Gesetz 4/2023, was Anpassungen bei Einsatzplänen in Landwirtschaft, Bauwesen und Logistik erforderlich machen kann. Die Fluggesellschaften an den Flughäfen Madrid-Barajas und Sevilla haben bereits mögliche Gewichtsbeschränkungen für Nachmittagsflüge angekündigt, um die Leistungseinschränkungen der Flugzeuge bei Hitze auszugleichen. Auch der Fernstraßenverkehr wird betroffen sein. Die DGT (Verkehrsbehörde) plant rollierende Tempolimits und warnt vor Asphaltverformungen („Bluten“) auf Abschnitten der A-4 und A-92. Unternehmen, die Shuttlebusse für Expats oder Personalwechsel betreiben, sollten Fahrten frühmorgens planen und sicherstellen, dass die Klimaanlagen gewartet sind. Der Bahnoperator Renfe weist darauf hin, dass Schienentemperaturen über 60 °C zu Geschwindigkeitsreduzierungen auf konventionellen Strecken führen können, was die Fahrzeiten um bis zu 20 Minuten verlängert. Arbeitgeber müssen ihre Gefährdungsbeurteilungen für mobile Mitarbeiter überarbeiten: Die spanische Arbeitsaufsicht kann nun Bußgelder von bis zu 820.000 € verhängen, wenn Beschäftigte ohne Schutzmaßnahmen (Schatten, Flüssigkeitszufuhr, Anpassung der Arbeitszeiten) gefährlichen Temperaturen ausgesetzt sind. Die DGPCyE empfiehlt Reisenden, bei längeren Autofahrten mindestens 1,5 Liter Wasser mitzunehmen, nicht auf trockenem Buschland zu parken (Brandgefahr) und regionale Gesundheits-Apps für UV-Index-Updates zu nutzen. Versicherer verzeichnen vermehrt medizinische Schadensmeldungen wegen Hitzschlag bei Geschäftsreisenden, die an die iberischen Sommer nicht gewöhnt sind. Best Practice ist es, Neuankömmlinge über die „Plan Calor“-Protokolle Spaniens zu informieren, Hotelzimmer mit zuverlässiger Klimaanlage vorzuschreiben und bei lokalen Rotwarnungen flexibles Homeoffice zu ermöglichen.
Quelle: Protección Civil y Emergencias
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