
Das Verteidigungsministerium der VAE gab am 29. Juli 2026 bekannt, dass seine Luftabwehrsysteme in den letzten 48 Stunden sechs unbemannte Luftfahrzeuge entdeckt und neutralisiert haben, bevor diese zivile und „wichtige“ Einrichtungen treffen konnten. Obwohl die Drohnen aus dem Ausland stammten – Ermittler brachten die Geräte mit einem früheren Angriff auf das Kernkraftwerk Barakah im Mai in Verbindung – erfolgten die Abfangmanöver im Luftraum der VAE. Die Behörden betonten, dass es **keine Opfer und keine Beeinträchtigung** der Flughäfen oder Flugpläne gab. Dennoch bestätigten Dubai Airports und Etihad Airways jeweils, dass während der Abfangmanöver für kurze Zeit Ausweichschleifen angeordnet wurden, was zu durchschnittlichen Ankunftsverzögerungen von 12 Minuten am Flughafen Dubai (DXB) und 8 Minuten am Flughafen Abu Dhabi (AUH) führte. Die General Civil Aviation Authority (GCAA) erklärte, dass diese Pufferzeiten nun in die Verkehrsflussmodelle integriert werden, solange die regionale Sicherheitslage angespannt bleibt. Der Vorfall verdeutlicht die zunehmende Überschneidung zwischen nationalen Sicherheitsbedrohungen und Mobilitätsmanagement. Seit den Drohnenangriffen im Januar 2026, die den Luftraum der VAE kurzzeitig schlossen, arbeiten Unternehmenssicherheitsteams enger mit den Reiseabteilungen zusammen, um NOTAMs und Live-ADS-B-Daten zu überwachen. Internationale Einsatzleiter werden dazu angehalten, die „Shelter-in-Place“-Protokolle für vor Ort tätige Mitarbeiter, insbesondere in Freizonenbüros nahe strategischer Infrastruktur, zu überprüfen. Während Versicherer ihre Prämien für Luftfahrtkriegsrisiken bislang nicht an das jüngste Ereignis angepasst haben, warnen Underwriter, dass eine Zunahme von Drohnenangriffen zu neuen Zuschlägen oder routenspezifischen Ausschlüssen führen könnte. Unternehmen mit vielen entsandten Mitarbeitern in den Industriegebieten Abu Dhabis sollten sicherstellen, dass ihre Policen temporäre Unterbringung und Evakuierung im unwahrscheinlichen Fall einer längeren Luftraumsperrung abdecken.
Quelle: Emirates News Agency (WAM)