
Der spanische Fußballverband (RFEF) hat das für den 30. September geplante U20-Freundschaftsspiel gegen Mexiko von Ceuta nach Málaga verlegt, nachdem Sicherheitsbewertungen darauf hingewiesen hatten, dass die Migrationskrise in der Enklave die Polizeikräfte stark beanspruchen könnte. Lokale Behörden hatten gehofft, dass das Spiel die Wirtschaft ankurbeln würde, doch die RFEF erklärte, dass die Sicherheit der Zuschauer Vorrang habe und deshalb Polizisten umverteilt werden müssten, die derzeit an Migrantenlagern und Grenzkontrollen eingesetzt sind. Die Verlegung enttäuscht Hotels, die für das Veranstaltungswochenende eine Auslastung von 70 % gemeldet hatten, und wirft Fragen zur Kapazität Ceutas auf, große Veranstaltungen während laufender humanitärer Einsätze auszurichten. Veranstalter sollten beachten, dass spanische Behörden ähnliche Risikokriterien auch bei bevorstehenden Konferenzen und Konzerten in der Enklave anwenden könnten, was kurzfristige Änderungen der Veranstaltungsorte zur Folge haben kann. Es wird empfohlen, in Verträgen höhere Gewalt-Klauseln aufzunehmen, die sicherheitsbedingte Verlegungen abdecken. Der Vorfall verdeutlicht zudem, wie migrationsbedingte Sicherheitsbelastungen Auswirkungen auf Spaniens Mobilitäts- und Veranstaltungsbranche haben und auch die Planung von Firmenveranstaltungen beeinflussen können.
Quelle: Hespress/AFP