
Die Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) bestätigte am 24. September 2026, dass die polnische Polizei in Łódź einen Verdächtigen auf frischer Tat ertappt hat, als er gefälschte ausländische Pässe nutzte, um fast 1 Million PLN (ca. 215.000 EUR) an Fördergeldern aus dem polnischen Vorzeigeprogramm „Saubere Luft“ zu erschleichen. Ermittler berichten, dass der Mann mindestens 14 fiktive Identitäten – als moldauische und ukrainische Staatsangehörige – erschuf, um eine Lücke auszunutzen, die Antragstellern ohne polnischen Steuerwohnsitz Fördermittel ermöglicht.
Der Fall hat auch eine migrationsrechtliche Dimension: Um die Fördergelder zu erhalten, soll der Täter vorläufige PESEL-Nummern (die nationale Identifikationsnummer) durch Vorlage gefälschter Mietverträge und Arbeitsbescheinigungen erlangt haben. Die städtischen Beamten, die die Nummern ausstellten, werden nun intern überprüft, da sie die Echtheit nicht mit dem neuen Dokumentenprüfsystem des Innenministeriums abgeglichen haben.
Personalverantwortliche in Unternehmen sollten künftig mit strengeren Kontrollen rechnen, wenn sie PESEL-Registrierungen für legitime ausländische Mitarbeiter beantragen. Das Ministerium für Digitale Angelegenheiten teilte der EPPO mit, dass es seinen Plan beschleunigen werde, alle Anträge mit dem nationalen Ausländerregister abzugleichen. Dies könnte die Bearbeitungszeit von drei auf fünf Werktage verlängern, aber das Betrugsrisiko deutlich senken.
Rechtsanwälte, die ausländische Fachkräfte beraten, begrüßen die Maßnahmen zur Bereinigung, warnen jedoch vor kurzfristigen Störungen. „Jede Verzögerung bei der PESEL-Ausstellung blockiert effektiv die Möglichkeit der Mitarbeiter, elektronische Verträge zu unterschreiben oder die gesetzliche Krankenversicherung zu nutzen“, erklärt Monika Baran von der Warschauer Kanzlei ExpatLex. Unternehmen wird empfohlen, Registrierungstermine frühzeitig zu planen und wichtige Personalprozesse vorerst auch in Papierform abzusichern, bis die digitale Anbindung stabil läuft.
Der Betrugsfall im „Saubere Luft“-Programm fließt zudem in eine breitere EU-Debatte ein, wie digitale Bequemlichkeit und Identitätssicherheit in Einklang gebracht werden können – ein Thema, das wieder aufkommt, wenn die EU im kommenden Frühjahr die Verordnung zur Europäischen Digitalen Identitäts-Wallet finalisiert.
Der Fall hat auch eine migrationsrechtliche Dimension: Um die Fördergelder zu erhalten, soll der Täter vorläufige PESEL-Nummern (die nationale Identifikationsnummer) durch Vorlage gefälschter Mietverträge und Arbeitsbescheinigungen erlangt haben. Die städtischen Beamten, die die Nummern ausstellten, werden nun intern überprüft, da sie die Echtheit nicht mit dem neuen Dokumentenprüfsystem des Innenministeriums abgeglichen haben.
Personalverantwortliche in Unternehmen sollten künftig mit strengeren Kontrollen rechnen, wenn sie PESEL-Registrierungen für legitime ausländische Mitarbeiter beantragen. Das Ministerium für Digitale Angelegenheiten teilte der EPPO mit, dass es seinen Plan beschleunigen werde, alle Anträge mit dem nationalen Ausländerregister abzugleichen. Dies könnte die Bearbeitungszeit von drei auf fünf Werktage verlängern, aber das Betrugsrisiko deutlich senken.
Rechtsanwälte, die ausländische Fachkräfte beraten, begrüßen die Maßnahmen zur Bereinigung, warnen jedoch vor kurzfristigen Störungen. „Jede Verzögerung bei der PESEL-Ausstellung blockiert effektiv die Möglichkeit der Mitarbeiter, elektronische Verträge zu unterschreiben oder die gesetzliche Krankenversicherung zu nutzen“, erklärt Monika Baran von der Warschauer Kanzlei ExpatLex. Unternehmen wird empfohlen, Registrierungstermine frühzeitig zu planen und wichtige Personalprozesse vorerst auch in Papierform abzusichern, bis die digitale Anbindung stabil läuft.
Der Betrugsfall im „Saubere Luft“-Programm fließt zudem in eine breitere EU-Debatte ein, wie digitale Bequemlichkeit und Identitätssicherheit in Einklang gebracht werden können – ein Thema, das wieder aufkommt, wenn die EU im kommenden Frühjahr die Verordnung zur Europäischen Digitalen Identitäts-Wallet finalisiert.