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Abschiedssticker: Österreich legt 1. Februar 2027 als einzigen Starttermin für digitale Autobahnvignette fest

Okt. 5, 2026
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Abschiedssticker: Österreich legt 1. Februar 2027 als einzigen Starttermin für digitale Autobahnvignette fest
Der österreichische Autobahnbetreiber ASFINAG bestätigte am 5. Oktober 2026, dass das langjährige Doppelsystem aus Klebevignette und digitaler Vignette mit dem Mautjahr 2026 endet. Ab dem 1. Februar 2027 muss jedes Auto, jeder Van oder jedes Motorrad auf Österreichs Autobahnen ausschließlich eine digitale Vignette besitzen, die mit dem Kennzeichen des Fahrzeugs verknüpft ist. Digitale Vignetten wurden bereits 2017 eingeführt und machen inzwischen 75 % der Jahresverkäufe aus. Der endgültige Umstieg bringt Österreich in Einklang mit Nachbarländern wie Slowenien, der Slowakei und Tschechien, die alle vollständig auf elektronische Mautsysteme setzen.

Reisende können die E-Vignette rund um die Uhr über den mehrsprachigen Webshop der ASFINAG, bei 4.000 Handelspartnern sowie an 100 Selbstbedienungskiosken im ganzen Land erwerben. Käufe an Kiosken oder im Handel sind sofort gültig, während bei Online-Käufen von Jahresvignetten aufgrund des Verbraucherschutzes eine 18-tägige Widerrufsfrist gilt. Für Mobilitätsmanager entfällt mit der Umstellung der administrative Aufwand für Versand, Anbringung und das Abkratzen der Klebevignetten am Jahresende. Unternehmen mit österreichischen Leasingflotten sollten ihre Richtlinien anpassen, sicherstellen, dass Kennzeichenänderungen zeitnah in der Mautdatenbank erfasst werden, und ausländische Mitarbeiter – insbesondere jene mit Skiurlauben – über die neuen Kulanzfristen informieren.

Abschiedssticker: Österreich legt 1. Februar 2027 als einzigen Starttermin für digitale Autobahnvignette fest


Auch Grenzmietwagen profitieren: Mietwagenstationen können die Vignette direkt bei der Buchung hinzufügen, was Bußgelder vermeidet, die häufig Touristen treffen, die vor der Einreise aus Deutschland nach Tirol vergessen haben, eine Vignette zu kaufen. Die Kontrolle erfolgt über bestehende Brücken-Kameras, die Kennzeichen mit der Mautdatenbank abgleichen; bei Verstößen bleibt die Strafe bei 120 Euro, wenn sie innerhalb von zwei Wochen bezahlt wird. Die ASFINAG wird 2026 in den Herkunftsländern wie Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien eine Informationskampagne starten.

Die vier zeitbasierten Produkte (10-Tages-, Zwei-Monats-, Jahres- und Halbjahresvignette für Motorräder) bleiben unverändert, sodass sich die Budgetplanung für Auslandsreisekosten nicht ändert. Allerdings sollten Firmenreisedienste beachten, dass digital online gekaufte Vignetten nicht mehr zwischen Firmenfahrzeugen übertragen werden können – eine kleine, aber wichtige Änderung im Flottenmanagement.
Quelle: Austria Tourism Newsroom

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