
Der niederländische Bahnbetreiber NS hat am 7. Oktober um 12:26 Uhr MEZ seine Reisehinweise aktualisiert und eine 24-stündige Streikankündigung für das belgische Schienennetz ab Sonntag, 11. Oktober, 22:00 Uhr veröffentlicht. Die Aktion, ausgerufen von der sozialistischen Gewerkschaft CGSP/ACOD im öffentlichen Dienst, betrifft alle inländischen belgischen Verbindungen der SNCB/NMBS sowie – besonders relevant – die internationalen Strecken in die Niederlande, nach Deutschland und Frankreich. NS kann derzeit noch keine endgültige Liste der Ausfälle bereitstellen, rät Reisenden jedoch, ihre Fahrt kurz vor Abreise über den NS International-Fahrplan zu prüfen. Ähnliche belgische Streiks führten in der Vergangenheit zur Einstellung der Intercity-Verbindungen zwischen Amsterdam und Brüssel sowie der Thalys- und Eurostar-Abschnitte auf belgischem Gebiet. Für niederländische Unternehmen, die montagmorgens Mitarbeiter zu EU-Institutionen in Brüssel bringen, ist das Timing ungünstig: Der Streik fällt auf den ersten Arbeitstag nach der Demonstration am 9. Oktober und liegt vor den ECOFIN-Sitzungen am Dienstag. Reiseveranstalter leiten Reisende auf Abendflüge ab Schiphol um oder empfehlen eine frühere Abreise am Sonntagnachmittag. Arbeitgeber sollten die geltenden Tarifverträge prüfen: In den Niederlanden gilt Zeitverlust durch ausländische Bahnstreiks meist als „höhere Gewalt“, dennoch kann die Erstattung alternativer Reisekosten durch Mobilitätsklauseln vorgeschrieben sein. NS wird aktuelle Fahrplandaten veröffentlichen, sobald die SNCB ihren Streikfahrplan bekannt gibt; Inhaber flexibler Tickets können bereits jetzt ohne Gebühren auf nicht betroffene Termine umbuchen.
Quelle: NS
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