
Der Billigflieger Ryanair wird ab dem 10. November von allen Passagieren – auch von denen an seinen zehn polnischen Abflughäfen – verlangen, dass sie ihr aufgegebenes Gepäck spätestens 60 Minuten vor dem geplanten Abflug abgeben. Bisher lag die Frist bei 40 Minuten. Die am 18. Oktober angekündigte neue Regel gilt für das gesamte Streckennetz und soll Verzögerungen beim letzten Gepäck-Check-in reduzieren, die den engen Flugzeug-Umlaufplan der Airline stören. Für Geschäftsreisende, die es gewohnt sind, kurz vor Gate-Schließung anzukommen, ist die Änderung erheblich. Mobilitätsmanager sollten ihre Reisekommunikation und Buchungssysteme aktualisieren, um auf die frühere Frist hinzuweisen – besonders bei stark frequentierten Inlandsverbindungen wie Krakau–Danzig oder internationalen Business-Strecken von Warschau-Modlin nach London Stansted. Wer die Frist verpasst, muss auf einen späteren Flug umbuchen und zahlt dann den regulären Tarif am Schalter. Ryanairs Schritt bringt die Gepäckabgabe-Regelung in Einklang mit den etablierten Airlines am Flughafen Warschau-Chopin, die in der Regel 60 bis 75 Minuten vor Abflug verlangen. Für Regionalflughäfen wie Posen oder Rzeszów bedeutet dies jedoch eine deutliche Umstellung, da Passagiere dort bisher kürzere Wartezeiten gewohnt waren. Reisende mit Fast-Track-Sicherheitskontrolle oder Lounge-Zugang, die von Travel-Management-Firmen bereitgestellt werden, sollten beachten, dass diese Vorteile die Gepäckabgabe-Frist nicht außer Kraft setzen. Die Airline kündigt an, an den Flughäfen Warschau-Modlin (WMI) und Breslau (WRO) Selbstbedienungs-Gepäckabgabekioske und zusätzliche Gepäckförderbänder zu installieren, um die Stoßzeiten vor der Umstellung zu entlasten.
Quelle: Hubigo Aviation News