
Am 2. November 2025 stellte Nigel Farage einen zentralen Einwanderungsvorschlag aus dem Entwurf des Reform-UK-Manifests vor – die Wiederbelebung des umstrittenen „Non-Dom“-Status, verpackt als „Britannia Card“. Der Plan sieht vor, dass vermögende Ausländer eine zehnjährige, verlängerbare Aufenthaltserlaubnis durch eine einmalige Zahlung von 250.000 Pfund erwerben können. Inhaber der Karte könnten ihr Auslandseinkommen vor britischer Besteuerung schützen, Erbschaftssteuer auf nicht-uk-vermögen umgehen und die derzeitige Mindestinvestitionsgrenze von 3 Millionen Pfund im Rahmen des Innovator-Founder-Programms umgehen.
Farage behauptete, das Programm werde „Zehntausende von Wohlstandsschaffenden“ anziehen und jährlich 2,5 Milliarden Pfund in die Staatskasse spülen, doch Ökonomen widersprachen sofort. Die Resolution Foundation warnte, dass die Wiedereinführung der im April 2025 abgeschafften Non-Dom-Vorteile dem Fiskus über ein Jahrzehnt hinweg 34 Milliarden Pfund kosten würde – ein Vielfaches der einmaligen Gebühren. Steuergerechtigkeitsaktivisten bezeichneten den Plan als „Bonanza für Milliardäre“, die die Ungleichheit vergrößern und den Immobilienmarkt in London und Südostengland verzerren würde.
Aus globaler Mobilitätsperspektive würde die Britannia Card eine Schnellspur für ultra-reiche Expatriates schaffen, während der reguläre Skilled-Worker-Weg ab Januar 2026 strengere Anforderungen an Englischkenntnisse und Gehalt stellt. Umzugsberater kritisierten, dass der Vorschlag den Aufbau eines kohärenten, qualifikationsbasierten Migrationssystems untergrabe, indem er Aufenthaltsrechte käuflich mache.
Auch Unternehmensanwälte für Einwanderungsrecht wiesen auf Compliance-Lücken hin: Der Entwurf enthält keine Vorgabe, dass Britannia-Card-Inhaber eine Mindestanzahl von Tagen pro Jahr im Vereinigten Königreich verbringen müssen, was „Bequemlichkeitspass“-Missbrauch ermöglicht – ein Problem, das HMRC in den letzten zehn Jahren zu schließen versucht hat. Das Innenministerium lehnte eine Stellungnahme ab, verwies jedoch darauf, dass das Weißbuch der Labour-Regierung vom Mai 2025 eine Rückkehr zu bevorzugten Steuerstatus basierend auf dem Domizil ausdrücklich ausgeschlossen habe.
Mit einer für Frühjahr 2026 erwarteten Wahl zielt Reform mit diesem Schachzug gezielt auf vermögende Spender und Wähler, die von den strengeren Einwanderungsregeln der Labour-Partei und dem aufgegebenen Rwanda-Plan der Konservativen enttäuscht sind. Ob der Vorschlag Anklang findet, könnte die nächste Phase der langjährigen Debatte im Vereinigten Königreich darüber prägen, wie Talente gewonnen und gleichzeitig Steuergerechtigkeit gewahrt werden kann.
Farage behauptete, das Programm werde „Zehntausende von Wohlstandsschaffenden“ anziehen und jährlich 2,5 Milliarden Pfund in die Staatskasse spülen, doch Ökonomen widersprachen sofort. Die Resolution Foundation warnte, dass die Wiedereinführung der im April 2025 abgeschafften Non-Dom-Vorteile dem Fiskus über ein Jahrzehnt hinweg 34 Milliarden Pfund kosten würde – ein Vielfaches der einmaligen Gebühren. Steuergerechtigkeitsaktivisten bezeichneten den Plan als „Bonanza für Milliardäre“, die die Ungleichheit vergrößern und den Immobilienmarkt in London und Südostengland verzerren würde.
Aus globaler Mobilitätsperspektive würde die Britannia Card eine Schnellspur für ultra-reiche Expatriates schaffen, während der reguläre Skilled-Worker-Weg ab Januar 2026 strengere Anforderungen an Englischkenntnisse und Gehalt stellt. Umzugsberater kritisierten, dass der Vorschlag den Aufbau eines kohärenten, qualifikationsbasierten Migrationssystems untergrabe, indem er Aufenthaltsrechte käuflich mache.
Auch Unternehmensanwälte für Einwanderungsrecht wiesen auf Compliance-Lücken hin: Der Entwurf enthält keine Vorgabe, dass Britannia-Card-Inhaber eine Mindestanzahl von Tagen pro Jahr im Vereinigten Königreich verbringen müssen, was „Bequemlichkeitspass“-Missbrauch ermöglicht – ein Problem, das HMRC in den letzten zehn Jahren zu schließen versucht hat. Das Innenministerium lehnte eine Stellungnahme ab, verwies jedoch darauf, dass das Weißbuch der Labour-Regierung vom Mai 2025 eine Rückkehr zu bevorzugten Steuerstatus basierend auf dem Domizil ausdrücklich ausgeschlossen habe.
Mit einer für Frühjahr 2026 erwarteten Wahl zielt Reform mit diesem Schachzug gezielt auf vermögende Spender und Wähler, die von den strengeren Einwanderungsregeln der Labour-Partei und dem aufgegebenen Rwanda-Plan der Konservativen enttäuscht sind. Ob der Vorschlag Anklang findet, könnte die nächste Phase der langjährigen Debatte im Vereinigten Königreich darüber prägen, wie Talente gewonnen und gleichzeitig Steuergerechtigkeit gewahrt werden kann.
Quelle: Morning Star
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