
Am 8. November 2025 führte die Europäische Kommission stillschweigend eine bedeutende Änderung im Schengen-Visakodex ein: Russische Staatsbürger sind künftig nicht mehr für Mehrfacheinreise-Schengenvisa berechtigt, sondern erhalten nur noch Einreisevisa. Obwohl dies als europaweite Sicherheitsmaßnahme dargestellt wird, sorgte die Entscheidung sofort für Unruhe am Václav-Havel-Flughafen Prag, bei tschechischen Reiseveranstaltern und in den Geschäftsreiseabteilungen, die regelmäßig russische Geschäftsreisende betreuen.
Hintergrund und Begründung – Brüssel argumentiert, dass der Kreml Migration weiterhin „bewaffnet“, indem er Reisen fördert, die für Sabotage oder Spionage genutzt werden könnten. Diplomaten der Mitgliedstaaten diskutieren seit Anfang 2024 über strengere Regeln, doch die offizielle Bekanntgabe am 8. November macht die Maßnahme verbindlich. Nur wenige Ausnahmen bleiben bestehen: enge Familienangehörige von EU-Bürgern, Fernfahrer und Seeleute können weiterhin neunmonatige Mehrfacheinreisevisa erhalten.
Auswirkungen für Tschechien – Vor dem Krieg in der Ukraine machten russische Reisende etwa 3 % aller von tschechischen Konsulaten ausgestellten Schengenvisa aus; die meisten waren zwei bis drei Jahre gültig und ermöglichten wiederholte Reisen zu Maschinenmessen in Brünn, Kuraufenthalten in Karlsbad und Luxusshopping in der Prager Pařížská-Straße. Das Reiseunternehmen Kiwi.com schätzt, dass 64 % der russischen Buchungen in die Tschechische Republik auf Mehrfacheinreisevisa angewiesen waren. Branchenverbände erwarten, dass dieser Anteil nach Inkrafttreten der neuen Regel auf unter 15 % sinkt, was die Hotelübernachtungen und MICE-Einnahmen belastet – gerade jetzt, wo die Ankünfte aus China noch nicht vollständig zurückgekehrt sind.
Folgen für Compliance und Personalwesen – Tschechische Arbeitgeber müssen Einladungsschreiben anpassen und russische Mitarbeiter darauf hinweisen, dass jede Reise nun einen neuen Visatermin, biometrische Datenerfassung und Versicherungsnachweis erfordert. Mobility-Manager sollten mindestens 25 Tage Vorlaufzeit für Reisepläne einplanen und höhere Konsulatsgebühren einkalkulieren. Arbeitgeber, die russische Fachkräfte mit Kurzzeit-Arbeitsvisa beschäftigen, sollten zudem beachten, dass Einreise-Schengenaufkleber die Weiterreise innerhalb Europas erschweren.
Praktische Tipps – 1) Visa-Termine in Moskau, Jekaterinburg oder Nur-Sultan sofort nach Festlegung eines Termins buchen; die Kalender waren schon vor der Regeländerung überfüllt. 2) Reisende sollten Original-Bordkarten aufbewahren, da die tschechische Grenzpolizei künftig häufiger die Gültigkeit von Anschlussflugtickets prüfen könnte. 3) Bei unvermeidbaren häufigen Reisen kann die Arbeit im Homeoffice unter tschechischen Intra-Company-Transfer-Erlaubnissen (ICT) eine Alternative sein.
Strategischer Ausblick – Die Einschränkung könnte russlandorientierte Unternehmen dazu bringen, verstärkt auf digitale Zusammenarbeit oder auf Standorte außerhalb der EU zu setzen. Für tschechische Reiseveranstalter könnte die Wintersaison 2025/26 einen zweistelligen Rückgang bei zahlungskräftigen russischen Touristen bringen, was die Einnahmen in Kurorten und im Luxussegment unter Druck setzt. Gleichzeitig dürften Compliance-Berater und Visa-Dienstleister eine steigende Nachfrage nach Einreiseanträgen verzeichnen. Ob die Regelung vorübergehend bleibt oder dauerhaft wird, hängt von der Sicherheitslage und der Wirksamkeit der EU-Grenzschutzreformen ab, die Mitte 2026 überprüft werden sollen.
Hintergrund und Begründung – Brüssel argumentiert, dass der Kreml Migration weiterhin „bewaffnet“, indem er Reisen fördert, die für Sabotage oder Spionage genutzt werden könnten. Diplomaten der Mitgliedstaaten diskutieren seit Anfang 2024 über strengere Regeln, doch die offizielle Bekanntgabe am 8. November macht die Maßnahme verbindlich. Nur wenige Ausnahmen bleiben bestehen: enge Familienangehörige von EU-Bürgern, Fernfahrer und Seeleute können weiterhin neunmonatige Mehrfacheinreisevisa erhalten.
Auswirkungen für Tschechien – Vor dem Krieg in der Ukraine machten russische Reisende etwa 3 % aller von tschechischen Konsulaten ausgestellten Schengenvisa aus; die meisten waren zwei bis drei Jahre gültig und ermöglichten wiederholte Reisen zu Maschinenmessen in Brünn, Kuraufenthalten in Karlsbad und Luxusshopping in der Prager Pařížská-Straße. Das Reiseunternehmen Kiwi.com schätzt, dass 64 % der russischen Buchungen in die Tschechische Republik auf Mehrfacheinreisevisa angewiesen waren. Branchenverbände erwarten, dass dieser Anteil nach Inkrafttreten der neuen Regel auf unter 15 % sinkt, was die Hotelübernachtungen und MICE-Einnahmen belastet – gerade jetzt, wo die Ankünfte aus China noch nicht vollständig zurückgekehrt sind.
Folgen für Compliance und Personalwesen – Tschechische Arbeitgeber müssen Einladungsschreiben anpassen und russische Mitarbeiter darauf hinweisen, dass jede Reise nun einen neuen Visatermin, biometrische Datenerfassung und Versicherungsnachweis erfordert. Mobility-Manager sollten mindestens 25 Tage Vorlaufzeit für Reisepläne einplanen und höhere Konsulatsgebühren einkalkulieren. Arbeitgeber, die russische Fachkräfte mit Kurzzeit-Arbeitsvisa beschäftigen, sollten zudem beachten, dass Einreise-Schengenaufkleber die Weiterreise innerhalb Europas erschweren.
Praktische Tipps – 1) Visa-Termine in Moskau, Jekaterinburg oder Nur-Sultan sofort nach Festlegung eines Termins buchen; die Kalender waren schon vor der Regeländerung überfüllt. 2) Reisende sollten Original-Bordkarten aufbewahren, da die tschechische Grenzpolizei künftig häufiger die Gültigkeit von Anschlussflugtickets prüfen könnte. 3) Bei unvermeidbaren häufigen Reisen kann die Arbeit im Homeoffice unter tschechischen Intra-Company-Transfer-Erlaubnissen (ICT) eine Alternative sein.
Strategischer Ausblick – Die Einschränkung könnte russlandorientierte Unternehmen dazu bringen, verstärkt auf digitale Zusammenarbeit oder auf Standorte außerhalb der EU zu setzen. Für tschechische Reiseveranstalter könnte die Wintersaison 2025/26 einen zweistelligen Rückgang bei zahlungskräftigen russischen Touristen bringen, was die Einnahmen in Kurorten und im Luxussegment unter Druck setzt. Gleichzeitig dürften Compliance-Berater und Visa-Dienstleister eine steigende Nachfrage nach Einreiseanträgen verzeichnen. Ob die Regelung vorübergehend bleibt oder dauerhaft wird, hängt von der Sicherheitslage und der Wirksamkeit der EU-Grenzschutzreformen ab, die Mitte 2026 überprüft werden sollen.
Quelle: Islam Times
Wie VisaHQ helfen kann
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