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„Schneevögel“ überdenken US-Winteraufenthalte angesichts neuer Grenzregeln und Zolltarife

Nov. 10, 2025
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„Schneevögel“ überdenken US-Winteraufenthalte angesichts neuer Grenzregeln und Zolltarife
Kanadische Rentner, die normalerweise jeden Winter in den Süden reisen, sagen ihre USA-Reisepläne angesichts eskalierender Handelskonflikte zwischen den USA und Kanada sowie verschärfter amerikanischer Grenzkontrollen ab. Eine Umfrage der Travel Health Insurance Association of Canada vom 9. November zeigt, dass nur noch 26 Prozent der Kanadier planen, einen Teil des Winters in den USA zu verbringen – im Vorjahr waren es noch 41 Prozent; bei den über 61-Jährigen sinkt der Wert sogar auf nur 10 Prozent.

Auslöser sind unter anderem die jüngste Runde von Präsident Donald Trumps Zöllen auf kanadische Waren sowie verschärfte Einwanderungsmaßnahmen, die von Nicht-US-Besuchern, die länger als 30 Tage bleiben, verlangen, ihren Aufenthaltsort zu registrieren und ab Dezember biometrische Fotos bei Ein- und Ausreise vorzulegen. Berichte über uneinheitliche Kontrollen und Nachkontrollen an Landgrenzen sorgen für Unsicherheit.

„Schneevögel“ überdenken US-Winteraufenthalte angesichts neuer Grenzregeln und Zolltarife


Diese Entwicklung hat zwei unmittelbare Folgen für die Mobilität: Erstens droht US-Dienstleistern – von Ferienwohnungsvermietungen in Florida bis zu Kliniken in Arizona – ein möglicher Milliardenverlust durch wegfallende kanadische Saison-Ausgaben. Zweitens verzeichnen kanadische Tourismusverbände Rekordbuchungen im Inland, was darauf hindeutet, dass Rentner vermehrt auf Langzeitaufenthalte innerhalb Kanadas setzen oder stattdessen gastfreundlichere Ziele wie Mexiko und Portugal wählen.

Reiseveranstalter sollten ihre grenzüberschreitenden Hinweise aktualisieren: Kanadier, die dennoch reisen, müssen längere Bearbeitungszeiten, Nachweise über Unterkunft und Ausreisepläne einplanen. Eigentümer von Winterdomizilen in den USA sollten zudem die Aufenthaltsgrenzen der Bundesstaaten im Blick behalten; weniger Tage in den USA zu verbringen, kann helfen, steuerliche Probleme zu vermeiden, falls das strengere Registrierungssystem die tatsächliche Präsenz genauer erfasst.
Quelle: The Guardian

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