
Eine Reuters-Umfrage zu europäischen Migrationsreformen vom 17. November zeigt, wie sich Belgien mit einer Gruppe von neun EU-Mitgliedstaaten – darunter Italien, Dänemark und Österreich – zusammengeschlossen hat, um eine Neuinterpretation bestimmter Teile der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) zu fordern, um die Abschiebung ausländischer Straftäter zu beschleunigen.
Die im Mai gegründete Koalition argumentiert, dass die aktuelle Rechtsprechung des Straßburger Gerichtshofs Abschiebungen zu oft aus verfahrensrechtlichen Gründen blockiere. Die belgische Innenministerin Annelies Verlinden bekräftigte letzte Woche, dass „die öffentliche Sicherheit gegenüber den Aufenthaltsrechten schwerer Straftäter Vorrang haben muss“. Diese Position findet parteiübergreifend Unterstützung im Bundesparlament, insbesondere nach dem Messerangriff im Oktober in Brüssel.
Belgiens Haltung spiegelt einen breiteren europäischen Trend wider. Die Reuters-Übersicht verzeichnet verschärfte Asylpolitiken von London bis Stockholm: Großbritannien orientiert sich am dänischen Modell des vorübergehenden Schutzes; Deutschland beschleunigt Abschiebungen und wirbt gleichzeitig um Fachkräfte; Frankreich, Italien und Griechenland verschärfen die Grenzkontrollen.
Für die Mobility-Teams in belgischen Unternehmen ist die unmittelbare Auswirkung zwar indirekt, aber spürbar. Strengere regionale Regelungen könnten sekundäre Bewegungen abgelehnter Asylbewerber erhöhen, was zu mehr Identitätskontrollen in Zügen und Fernbussen nach Belgien führen dürfte. Arbeitgeber könnten zudem mit schnelleren Abschiebeverfahren gegen Mitarbeiter oder Angehörige rechnen, die nach einer Straftat ihren legalen Status verlieren.
NGOs warnen, dass eine Abschwächung der EMRK-Schutzmechanismen zu rechtlicher Zersplitterung und Vergeltungsmaßnahmen durch Drittstaaten führen könnte. Wirtschaftsverbände begrüßen hingegen klarere Abschiebebefugnisse und betonen, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in eine kontrollierte Migration entscheidend ist, damit Belgien seine attraktiven Arbeitsgenehmigungswege – wie die beschleunigte EU Blue Card „Single Permit“ – erhalten kann.
Die im Mai gegründete Koalition argumentiert, dass die aktuelle Rechtsprechung des Straßburger Gerichtshofs Abschiebungen zu oft aus verfahrensrechtlichen Gründen blockiere. Die belgische Innenministerin Annelies Verlinden bekräftigte letzte Woche, dass „die öffentliche Sicherheit gegenüber den Aufenthaltsrechten schwerer Straftäter Vorrang haben muss“. Diese Position findet parteiübergreifend Unterstützung im Bundesparlament, insbesondere nach dem Messerangriff im Oktober in Brüssel.
Belgiens Haltung spiegelt einen breiteren europäischen Trend wider. Die Reuters-Übersicht verzeichnet verschärfte Asylpolitiken von London bis Stockholm: Großbritannien orientiert sich am dänischen Modell des vorübergehenden Schutzes; Deutschland beschleunigt Abschiebungen und wirbt gleichzeitig um Fachkräfte; Frankreich, Italien und Griechenland verschärfen die Grenzkontrollen.
Für die Mobility-Teams in belgischen Unternehmen ist die unmittelbare Auswirkung zwar indirekt, aber spürbar. Strengere regionale Regelungen könnten sekundäre Bewegungen abgelehnter Asylbewerber erhöhen, was zu mehr Identitätskontrollen in Zügen und Fernbussen nach Belgien führen dürfte. Arbeitgeber könnten zudem mit schnelleren Abschiebeverfahren gegen Mitarbeiter oder Angehörige rechnen, die nach einer Straftat ihren legalen Status verlieren.
NGOs warnen, dass eine Abschwächung der EMRK-Schutzmechanismen zu rechtlicher Zersplitterung und Vergeltungsmaßnahmen durch Drittstaaten führen könnte. Wirtschaftsverbände begrüßen hingegen klarere Abschiebebefugnisse und betonen, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in eine kontrollierte Migration entscheidend ist, damit Belgien seine attraktiven Arbeitsgenehmigungswege – wie die beschleunigte EU Blue Card „Single Permit“ – erhalten kann.
Quelle: Reuters
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