
Ein neuer Transparenzbericht, der der belgischen Tageszeitung De Standaard zugespielt wurde, zeigt, dass 20 % der 105 Aufnahmeeinrichtungen für Asylsuchende im Land – und sogar die Hälfte der direkt vom Föderalen Amt für die Aufnahme von Asylsuchenden (Fedasil) betriebenen Einrichtungen – nicht den eigenen Mindeststandards für Platz und Privatsphäre entsprechen. Die am Freitag von Fedasil bestätigten Daten verdeutlichen die chronische Überbelegung und die Erschöpfung der Infrastruktur in einem Netzwerk, das mit Rekordzahlen an Zuzügen und politischem Stillstand bei der Kapazitätserweiterung zu kämpfen hat.
Laut Fedasil-Richtlinien sollte jeder Bewohner mindestens vier Quadratmeter persönlichen Schlafraum erhalten, Familien sollten in privaten Zimmern mit mindestens acht Quadratmetern untergebracht werden. Die Inspektoren fanden mehrere Einrichtungen, in denen mehrere nicht verwandte Familien sich ein Zimmer teilen mussten, während ältere Gebäude mit Schimmel, unzureichender Sanitärversorgung und mangelnder Trennung unbegleiteter Minderjähriger von erwachsenen Männern zu kämpfen hatten.
Das belgische Aufnahmesystem steht seit 2021 unter rechtlichem Druck, als Gerichte begannen, Strafzahlungen gegen den Staat zu verhängen, weil registrierten Antragstellern keine Unterkunft angeboten wurde. Die neuen Zahlen könnten weitere Klagen nach sich ziehen und das Vertrauen der EU-Partner weiter schwächen, von denen einige Gerichte – etwa in den Niederlanden – bereits die Rückführung von Dublin-Fällen nach Belgien wegen systemischer Mängel abgelehnt haben.
Für Teams im Bereich globale Mobilität sind die Erkenntnisse relevant, da Engpässe bei der Aufnahme die Zeitpläne für Familienzusammenführungen verlängern, die Bearbeitung von Arbeitserlaubnissen verzögern und lokale politische Debatten anheizen, die die Einwanderungspolitik verschärfen könnten. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Rahmen von Einzelerlaubnis- oder Blue-Card-Programmen versetzen, sollten mit längeren Vorlaufzeiten rechnen, insbesondere wenn Angehörige Visa benötigen, und die kommunalen Kapazitätsengpässe bei Registrierungsterminen im Blick behalten.
Die Regierung hat 150 Millionen Euro für Notfallrenovierungen zugesagt und verhandelt mit den Regionalbehörden über die Umwandlung ungenutzter Militärkasernen und Studentenwohnheime in temporäre Unterkünfte. Kritiker warnen jedoch, dass ohne strukturelle Finanzierung und schnellere Asylverfahren das System weiterhin überlastet bleiben wird.
Laut Fedasil-Richtlinien sollte jeder Bewohner mindestens vier Quadratmeter persönlichen Schlafraum erhalten, Familien sollten in privaten Zimmern mit mindestens acht Quadratmetern untergebracht werden. Die Inspektoren fanden mehrere Einrichtungen, in denen mehrere nicht verwandte Familien sich ein Zimmer teilen mussten, während ältere Gebäude mit Schimmel, unzureichender Sanitärversorgung und mangelnder Trennung unbegleiteter Minderjähriger von erwachsenen Männern zu kämpfen hatten.
Das belgische Aufnahmesystem steht seit 2021 unter rechtlichem Druck, als Gerichte begannen, Strafzahlungen gegen den Staat zu verhängen, weil registrierten Antragstellern keine Unterkunft angeboten wurde. Die neuen Zahlen könnten weitere Klagen nach sich ziehen und das Vertrauen der EU-Partner weiter schwächen, von denen einige Gerichte – etwa in den Niederlanden – bereits die Rückführung von Dublin-Fällen nach Belgien wegen systemischer Mängel abgelehnt haben.
Für Teams im Bereich globale Mobilität sind die Erkenntnisse relevant, da Engpässe bei der Aufnahme die Zeitpläne für Familienzusammenführungen verlängern, die Bearbeitung von Arbeitserlaubnissen verzögern und lokale politische Debatten anheizen, die die Einwanderungspolitik verschärfen könnten. Arbeitgeber, die Mitarbeiter im Rahmen von Einzelerlaubnis- oder Blue-Card-Programmen versetzen, sollten mit längeren Vorlaufzeiten rechnen, insbesondere wenn Angehörige Visa benötigen, und die kommunalen Kapazitätsengpässe bei Registrierungsterminen im Blick behalten.
Die Regierung hat 150 Millionen Euro für Notfallrenovierungen zugesagt und verhandelt mit den Regionalbehörden über die Umwandlung ungenutzter Militärkasernen und Studentenwohnheime in temporäre Unterkünfte. Kritiker warnen jedoch, dass ohne strukturelle Finanzierung und schnellere Asylverfahren das System weiterhin überlastet bleiben wird.
Quelle: The Brussels Times