
Am 12. November hat die Europäische Kommission offiziell den ersten jährlichen Migrationsmanagement-Zyklus gestartet, eine zentrale Säule der Governance im EU-Migrations- und Asylpakt. Dieser Zyklus führt eine jährliche, datenbasierte Überprüfung der Asylströme, der Aufnahmekapazitäten und der Arbeitsmarktbedarfe in allen 27 Mitgliedstaaten ein. Für Belgien werden die im Bericht 2025 erfassten Basisindikatoren – hohe Belegungsraten in den Aufnahmeeinrichtungen, unterdurchschnittliche Rückführungsquoten und anhaltende Fachkräftemängel in IT und Gesundheitswesen – die politischen Empfehlungen und EU-Förderentscheidungen im kommenden Jahr maßgeblich beeinflussen.
Jede nationale Regierung muss nun eine „Nationale Migrationsstrategie“ erarbeiten, die mit den Erkenntnissen der Kommission übereinstimmt. Der belgische Innenminister Bernard Quintin bestätigte, dass Brüssel folgende Prioritäten setzt: (1) die Bearbeitungszeiten für Ein-Permit-Verfahren in Mangelberufen auf unter acht Wochen zu reduzieren, (2) bis März 2026 1.500 zusätzliche Aufnahmeplätze bereitzustellen und (3) die Kapazitäten für Rückkehrberatung auszubauen. Werden diese Ziele nicht erreicht, könnte die Kommission Teile der belgischen AMIF-Mittel (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds) umwidmen.
Der neue Zyklus bringt zudem ein „Frühwarn“-Dashboard an den Start, das den Behörden der Mitgliedstaaten und ausgewählten Unternehmensakteuren zugänglich ist und nahezu in Echtzeit Engpässe im Asyl- und Aufnahmesystem aufzeigt. Mobilitätsmanager multinationaler Unternehmen können über das belgische Einwanderungsamt Zugang beantragen, um Verzögerungen bei der Bearbeitung oder Engpässe bei der Unterbringung von entsandten Mitarbeitenden besser vorherzusehen.
Aus Compliance-Sicht sollten Unternehmen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, auf erwartete Anpassungen bei Gehaltsschwellen und Ausnahmen vom Arbeitsmarkttest achten, die mit der Aktualisierung der Ein-Permit-Regeln in Belgien im Zuge des Kommissionsbenchmarks zu rechnen sind. Erste Entwürfe deuten darauf hin, dass die flämische Region die Gehaltsschwelle für Hochqualifizierte 2026 um 3 % anheben könnte, während Brüssel neue Mangelberufe im Bereich der grünen Technologien aufnehmen will.
Die Kommission wird im November 2026 ihren nächsten Scoreboard-Bericht veröffentlichen, womit dieser erste Zyklus als Vorlage für evidenzbasierte Politik dient. Unternehmen sollten sich an der bis zum 20. Januar 2026 laufenden Konsultationsphase beteiligen, um sicherzustellen, dass die Realitäten der Unternehmensmobilität in der nationalen Strategie Belgiens berücksichtigt werden.
Jede nationale Regierung muss nun eine „Nationale Migrationsstrategie“ erarbeiten, die mit den Erkenntnissen der Kommission übereinstimmt. Der belgische Innenminister Bernard Quintin bestätigte, dass Brüssel folgende Prioritäten setzt: (1) die Bearbeitungszeiten für Ein-Permit-Verfahren in Mangelberufen auf unter acht Wochen zu reduzieren, (2) bis März 2026 1.500 zusätzliche Aufnahmeplätze bereitzustellen und (3) die Kapazitäten für Rückkehrberatung auszubauen. Werden diese Ziele nicht erreicht, könnte die Kommission Teile der belgischen AMIF-Mittel (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds) umwidmen.
Der neue Zyklus bringt zudem ein „Frühwarn“-Dashboard an den Start, das den Behörden der Mitgliedstaaten und ausgewählten Unternehmensakteuren zugänglich ist und nahezu in Echtzeit Engpässe im Asyl- und Aufnahmesystem aufzeigt. Mobilitätsmanager multinationaler Unternehmen können über das belgische Einwanderungsamt Zugang beantragen, um Verzögerungen bei der Bearbeitung oder Engpässe bei der Unterbringung von entsandten Mitarbeitenden besser vorherzusehen.
Aus Compliance-Sicht sollten Unternehmen, die Drittstaatsangehörige beschäftigen, auf erwartete Anpassungen bei Gehaltsschwellen und Ausnahmen vom Arbeitsmarkttest achten, die mit der Aktualisierung der Ein-Permit-Regeln in Belgien im Zuge des Kommissionsbenchmarks zu rechnen sind. Erste Entwürfe deuten darauf hin, dass die flämische Region die Gehaltsschwelle für Hochqualifizierte 2026 um 3 % anheben könnte, während Brüssel neue Mangelberufe im Bereich der grünen Technologien aufnehmen will.
Die Kommission wird im November 2026 ihren nächsten Scoreboard-Bericht veröffentlichen, womit dieser erste Zyklus als Vorlage für evidenzbasierte Politik dient. Unternehmen sollten sich an der bis zum 20. Januar 2026 laufenden Konsultationsphase beteiligen, um sicherzustellen, dass die Realitäten der Unternehmensmobilität in der nationalen Strategie Belgiens berücksichtigt werden.
Quelle: European Commission – DG HOME