
Die Koalition wird am Mittwoch, den 26. November, ein unerwartet weitreichendes Paket von Einwanderungsreformen im Kabinett diskutieren. Laut einem von The Irish Times eingesehenen Briefing-Papier werden Justiz- und Migrationsminister Jim O’Callaghan sowie Staatsminister Colm Brophy die Minister auffordern, einer gestaffelten wöchentlichen Unterkunftsgebühr für Personen im Internationalen Schutzverfahren (IP) zuzustimmen.
Bei Annahme würde die Gebühr für die rund 13.000 Menschen gelten, die im nächsten Jahr in staatlich bereitgestellten IP-Unterkünften leben. Wer mehr als 600 € pro Woche verdient, müsste 238 € zahlen – fast 40 % seines Einkommens –, während Personen mit einem Einkommen zwischen 97 € und 150 € eine Gebühr von 15 € entrichten würden. Das Justizministerium schätzt, dass etwa 7.600 Schutzsuchende 2026 in die gebührenpflichtigen Kategorien fallen; Beamte räumen jedoch ein, dass das System unter Berücksichtigung von Verwaltungs- und Bedürftigkeitsprüfungs-Kosten bestenfalls kostendeckend sein wird.
Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Initiative, um die von der Regierung als „sekundäre Bewegung“ aus Großbritannien und dem europäischen Festland bezeichnete Migration einzudämmen. Parallel dazu sollen die Aufenthaltsanforderungen für Flüchtlinge, die die Staatsbürgerschaft beantragen, von drei auf fünf Jahre verlängert und strengere Nachweispflichten bei Anträgen auf Familienzusammenführung eingeführt werden. Eine ähnliche Verschärfung der Leistungen für Schutzsuchende wurde Anfang des Jahres in Dänemark angekündigt und hat laut hochrangigen Beamten Irlands Vorgehen „beeinflusst“.
Wirtschaftsverbände beobachten die Entwicklungen genau. Multinationale Unternehmen mit Shared-Service-Centern in Dublin und Cork warnen, dass höhere Abzüge vom Gehalt ihre Bemühungen, Flüchtlinge im Land für Einstiegspositionen in IT und Finanzen mit Gehältern zwischen 32.000 und 38.000 € zu gewinnen, erschweren könnten. NGOs hingegen argumentieren, dass die Gebühr die Antragsteller weiter in die Armut treiben und ihre Abhängigkeit von Wohltätigkeitsorganisationen erhöhen werde.
Politisch hilft die Reform der Koalition, dem wachsenden Druck der Oppositionsparteien entgegenzuwirken, die sich an den kürzlich angekündigten Einwanderungsobergrenzen des Vereinigten Königreichs orientieren wollen. Doch indem die Regierung eine bisher kostenfrei gewährte Unterstützung monetarisiert, riskiert sie kurz vor der Weihnachtspause des Dáil eine neue Gegenreaktion von Kirchen, Wohltätigkeitsorganisationen und Menschenrechtsgruppen. O’Callaghan betont, der Plan sei „ausgewogen“ und kündigt an, vor der endgültigen Abstimmung Anfang Dezember eine Folgenabschätzung zu veröffentlichen.
Bei Annahme würde die Gebühr für die rund 13.000 Menschen gelten, die im nächsten Jahr in staatlich bereitgestellten IP-Unterkünften leben. Wer mehr als 600 € pro Woche verdient, müsste 238 € zahlen – fast 40 % seines Einkommens –, während Personen mit einem Einkommen zwischen 97 € und 150 € eine Gebühr von 15 € entrichten würden. Das Justizministerium schätzt, dass etwa 7.600 Schutzsuchende 2026 in die gebührenpflichtigen Kategorien fallen; Beamte räumen jedoch ein, dass das System unter Berücksichtigung von Verwaltungs- und Bedürftigkeitsprüfungs-Kosten bestenfalls kostendeckend sein wird.
Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen Initiative, um die von der Regierung als „sekundäre Bewegung“ aus Großbritannien und dem europäischen Festland bezeichnete Migration einzudämmen. Parallel dazu sollen die Aufenthaltsanforderungen für Flüchtlinge, die die Staatsbürgerschaft beantragen, von drei auf fünf Jahre verlängert und strengere Nachweispflichten bei Anträgen auf Familienzusammenführung eingeführt werden. Eine ähnliche Verschärfung der Leistungen für Schutzsuchende wurde Anfang des Jahres in Dänemark angekündigt und hat laut hochrangigen Beamten Irlands Vorgehen „beeinflusst“.
Wirtschaftsverbände beobachten die Entwicklungen genau. Multinationale Unternehmen mit Shared-Service-Centern in Dublin und Cork warnen, dass höhere Abzüge vom Gehalt ihre Bemühungen, Flüchtlinge im Land für Einstiegspositionen in IT und Finanzen mit Gehältern zwischen 32.000 und 38.000 € zu gewinnen, erschweren könnten. NGOs hingegen argumentieren, dass die Gebühr die Antragsteller weiter in die Armut treiben und ihre Abhängigkeit von Wohltätigkeitsorganisationen erhöhen werde.
Politisch hilft die Reform der Koalition, dem wachsenden Druck der Oppositionsparteien entgegenzuwirken, die sich an den kürzlich angekündigten Einwanderungsobergrenzen des Vereinigten Königreichs orientieren wollen. Doch indem die Regierung eine bisher kostenfrei gewährte Unterstützung monetarisiert, riskiert sie kurz vor der Weihnachtspause des Dáil eine neue Gegenreaktion von Kirchen, Wohltätigkeitsorganisationen und Menschenrechtsgruppen. O’Callaghan betont, der Plan sei „ausgewogen“ und kündigt an, vor der endgültigen Abstimmung Anfang Dezember eine Folgenabschätzung zu veröffentlichen.
Quelle: The Irish Times
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