
Indien und Russland stehen offenbar kurz davor, ein seit langem geplantes visumfreies Regime für organisierte Reisegruppen einzuführen. Höhere Beamte beider Länder erklärten, dass nur noch „technische Details“ vor dem jährlichen Gipfeltreffen nächste Woche in Neu-Delhi geklärt werden müssen. Der russische stellvertretende Außenminister Andrey Rudenko sagte in Moskau, dass die Verhandler derzeit die Mindest- und Höchstgröße der berechtigten Gruppen, die Akkreditierung der Reisebüros sowie die im Voraus mit den Grenzbehörden zu teilenden Daten finalisieren. Das indische Außenministerium wird voraussichtlich in den nächsten Tagen einen Entwurf eines Memorandums of Understanding an die beteiligten Ministerien versenden, bestätigten Beamte in Delhi.
Das Vorhaben – angelehnt an das bestehende visumfreie Abkommen Russlands mit China – würde es indischen Touristen ermöglichen, in vorregistrierten Gruppen ohne die derzeitige Gebühr von ₹4.500 für ein Einreise-Touristenvisum einzureisen. Russische Beamte betonen, dass Indien bereits der zweitgrößte Fernreisemarkt nach China für die Föderation ist, und argumentieren, dass die Abschaffung der Visumshürden die Besucherzahlen innerhalb von zwei Jahren verdoppeln könnte. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 begrüßte Moskau 61.000 indische Besucher; Tourismusbehörden gehen davon aus, dass diese Zahl bei einer Visumsbefreiung jährlich auf über 150.000 steigen könnte.
Für indische Unternehmen verspricht das Abkommen schnellere Incentive-Reisen, mehr MICE-Verkehr (Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions) und Filmproduktionen, während Reisebüros mit einem Anstieg von Erstreisenden rechnen, die bisher durch den bürokratischen Aufwand abgeschreckt wurden. Fluggesellschaften wie Aeroflot, Air India und die neue Billigfluglinie Akasa International beobachten die Entwicklung genau: Eine Visumsbefreiung würde geplante Kapazitätserweiterungen auf den Strecken Delhi–Moskau, Mumbai–St. Petersburg und Chennai–Wladiwostok unterstützen. Die Branchenplattform Atlys schätzt, dass indische Reisende pro Russlandreise rund 2.000 US-Dollar ausgeben – ein Betrag, der steigen könnte, wenn mehr Familien mit mittlerem Einkommen an Gruppenreisen teilnehmen.
Über den Tourismus hinaus verbinden Diplomaten die Visumsbefreiung mit einem umfassenderen Vorhaben zur Integration der Zahlungssysteme (RuPay-Mir) und zur Ausweitung bilateraler Handelsabwicklungen in den jeweiligen Landeswährungen. Dieser ganzheitliche Ansatz spiegelt das Ziel beider Regierungen wider, Reisen und Handel vor Sanktionen Dritter zu schützen. Der Vorschlag bedarf noch der Kabinettsgenehmigung in Indien und der Ratifizierung durch die russische Staatsduma, doch Quellen auf beiden Seiten betonen den starken politischen Willen, sodass eine Ankündigung während des Gipfels „eher wahrscheinlich als nicht“ ist.
Das Vorhaben – angelehnt an das bestehende visumfreie Abkommen Russlands mit China – würde es indischen Touristen ermöglichen, in vorregistrierten Gruppen ohne die derzeitige Gebühr von ₹4.500 für ein Einreise-Touristenvisum einzureisen. Russische Beamte betonen, dass Indien bereits der zweitgrößte Fernreisemarkt nach China für die Föderation ist, und argumentieren, dass die Abschaffung der Visumshürden die Besucherzahlen innerhalb von zwei Jahren verdoppeln könnte. Allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2024 begrüßte Moskau 61.000 indische Besucher; Tourismusbehörden gehen davon aus, dass diese Zahl bei einer Visumsbefreiung jährlich auf über 150.000 steigen könnte.
Für indische Unternehmen verspricht das Abkommen schnellere Incentive-Reisen, mehr MICE-Verkehr (Meetings, Incentives, Conventions, Exhibitions) und Filmproduktionen, während Reisebüros mit einem Anstieg von Erstreisenden rechnen, die bisher durch den bürokratischen Aufwand abgeschreckt wurden. Fluggesellschaften wie Aeroflot, Air India und die neue Billigfluglinie Akasa International beobachten die Entwicklung genau: Eine Visumsbefreiung würde geplante Kapazitätserweiterungen auf den Strecken Delhi–Moskau, Mumbai–St. Petersburg und Chennai–Wladiwostok unterstützen. Die Branchenplattform Atlys schätzt, dass indische Reisende pro Russlandreise rund 2.000 US-Dollar ausgeben – ein Betrag, der steigen könnte, wenn mehr Familien mit mittlerem Einkommen an Gruppenreisen teilnehmen.
Über den Tourismus hinaus verbinden Diplomaten die Visumsbefreiung mit einem umfassenderen Vorhaben zur Integration der Zahlungssysteme (RuPay-Mir) und zur Ausweitung bilateraler Handelsabwicklungen in den jeweiligen Landeswährungen. Dieser ganzheitliche Ansatz spiegelt das Ziel beider Regierungen wider, Reisen und Handel vor Sanktionen Dritter zu schützen. Der Vorschlag bedarf noch der Kabinettsgenehmigung in Indien und der Ratifizierung durch die russische Staatsduma, doch Quellen auf beiden Seiten betonen den starken politischen Willen, sodass eine Ankündigung während des Gipfels „eher wahrscheinlich als nicht“ ist.
Quelle: Business Standard
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