
Weniger als zwei Monate nach dem Start der biometrischen Kontrollen für Drittstaatsreisende im Rahmen des EU-Ein- und Ausreisesystems (EES) hat der Rat der Europäischen Union die Verhandlungsführer beauftragt, eine Verordnung für eine freiwillige „Digitale Reise-App“ zu entwerfen. Das von der EU-IT-Agentur eu-LISA entwickelte Smartphone-Tool ermöglicht es Passagieren, den Chip ihres elektronischen Reisepasses zu Hause auszulesen, die Daten sicher an die Grenzbehörden zu übermitteln und einen QR-Code für eine schnellere Abfertigung an den Außengrenzen des Schengen-Raums zu erhalten. Die Initiative ist Teil der umfassenderen Digitalisierungsstrategie der EU-Grenzen und ergänzt das EES sowie das kommende ETIAS-System zur Reisegenehmigung.
Für Tschechien ist diese Nachricht von großer Bedeutung. Der Prager Flughafen Václav Havel (PRG) verzeichnet Rekordzahlen – 6,8 Millionen Ankünfte von Nicht-EU-Bürgern im Jahr bis Oktober – und Terminal 1 hat mit der manuellen Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern, die das EES verlangt, zu kämpfen. Das Innenministerium in Prag signalisierte sofort, dass die tschechische Ausländerpolizei an der ersten Pilotphase teilnehmen möchte, da die Vorausübermittlung der Daten den Druck auf das Personal an der Grenze verringern und die Wartezeiten bei Langstreckenflügen aus Abu Dhabi, Doha und Chicago verkürzen würde.
Auch Geschäftsreisende sehen klare Vorteile. „Jede eingesparte Minute pro Passagier bedeutet echte Einsparungen bei der Flugzeugabfertigung“, erklärte der Leiter der Geschäftsreisen eines US-Elektronikunternehmens, das wöchentlich Ingenieure zwischen Prag und dem Silicon Valley befördert. Fluggesellschaften schätzen, dass eine Verkürzung der Bodenzeit um 10 Minuten bis zu 600 Euro pro Umlauf bei Großraumflugzeugen einsparen kann – Geld, das in zusätzliche Kapazitäten am Prager Flughafen oder neue Strecken investiert werden könnte.
Die Umsetzung wird jedoch mindestens 18 Monate dauern. Das Europäische Parlament muss zunächst einen eigenen Text verabschieden, danach muss die endgültige Verordnung in nationales Recht umgesetzt, getestet und an die nationalen Systeme angeschlossen werden. Die tschechischen Behörden planen, die Zwischenzeit zu nutzen, um die Zahl der Selbstbedienungs-EES-Kioske zu erhöhen und eine Informationskampagne zu starten, damit Reisende verstehen, dass die erstmalige biometrische Erfassung weiterhin erforderlich ist, bis die App vollständig integriert ist. Arbeitgeber werden zudem aufgefordert, ihre mobilen Mitarbeiter daran zu erinnern, dass das EES bereits die 90/180-Tage-Berechnungen automatisiert; Überziehungen werden nun automatisch erkannt, was Bußgelder oder Einreiseverbote nach sich ziehen kann und Projekte gefährden könnte.
Mittelfristig könnte die digitale Reise-App den Weg für „Smart Lanes“ an den Landgrenzen Prags zu Österreich und Polen ebnen – ähnlich den E-Gates für EU-Bürger – und so ein nahtloseres Reiseerlebnis für multinationale Unternehmen schaffen, die grenzüberschreitende Shuttlebusse und Frachttransporte betreiben.
Für Tschechien ist diese Nachricht von großer Bedeutung. Der Prager Flughafen Václav Havel (PRG) verzeichnet Rekordzahlen – 6,8 Millionen Ankünfte von Nicht-EU-Bürgern im Jahr bis Oktober – und Terminal 1 hat mit der manuellen Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern, die das EES verlangt, zu kämpfen. Das Innenministerium in Prag signalisierte sofort, dass die tschechische Ausländerpolizei an der ersten Pilotphase teilnehmen möchte, da die Vorausübermittlung der Daten den Druck auf das Personal an der Grenze verringern und die Wartezeiten bei Langstreckenflügen aus Abu Dhabi, Doha und Chicago verkürzen würde.
Auch Geschäftsreisende sehen klare Vorteile. „Jede eingesparte Minute pro Passagier bedeutet echte Einsparungen bei der Flugzeugabfertigung“, erklärte der Leiter der Geschäftsreisen eines US-Elektronikunternehmens, das wöchentlich Ingenieure zwischen Prag und dem Silicon Valley befördert. Fluggesellschaften schätzen, dass eine Verkürzung der Bodenzeit um 10 Minuten bis zu 600 Euro pro Umlauf bei Großraumflugzeugen einsparen kann – Geld, das in zusätzliche Kapazitäten am Prager Flughafen oder neue Strecken investiert werden könnte.
Die Umsetzung wird jedoch mindestens 18 Monate dauern. Das Europäische Parlament muss zunächst einen eigenen Text verabschieden, danach muss die endgültige Verordnung in nationales Recht umgesetzt, getestet und an die nationalen Systeme angeschlossen werden. Die tschechischen Behörden planen, die Zwischenzeit zu nutzen, um die Zahl der Selbstbedienungs-EES-Kioske zu erhöhen und eine Informationskampagne zu starten, damit Reisende verstehen, dass die erstmalige biometrische Erfassung weiterhin erforderlich ist, bis die App vollständig integriert ist. Arbeitgeber werden zudem aufgefordert, ihre mobilen Mitarbeiter daran zu erinnern, dass das EES bereits die 90/180-Tage-Berechnungen automatisiert; Überziehungen werden nun automatisch erkannt, was Bußgelder oder Einreiseverbote nach sich ziehen kann und Projekte gefährden könnte.
Mittelfristig könnte die digitale Reise-App den Weg für „Smart Lanes“ an den Landgrenzen Prags zu Österreich und Polen ebnen – ähnlich den E-Gates für EU-Bürger – und so ein nahtloseres Reiseerlebnis für multinationale Unternehmen schaffen, die grenzüberschreitende Shuttlebusse und Frachttransporte betreiben.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News
Wie VisaHQ helfen kann
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