
Der Vorstoß der Europäischen Union zu reibungslosen Grenzen machte am 1. Dezember 2025 einen konkreten Schritt nach vorn, als der Rat die Arbeit an einer freiwilligen „Digitalen Reise-App“ genehmigte. Entwickelt von der EU-IT-Agentur eu-LISA, ermöglicht das Smartphone-Tool Passagieren, den Chip ihres elektronischen Reisepasses zu Hause zu scannen, Einreisefragen zu beantworten und die Daten vor der Abreise an die Grenzbehörden zu übermitteln. Am Flughafen löst ein von der App generierter QR-Code ein automatisiertes Tor aus, wodurch die Zeit für die Erfassung von Fingerabdrücken und Gesichtsbildern, die im neuen Ein- und Ausreisesystem (EES) erforderlich sind, drastisch verkürzt wird.
Tschechien hat sich schnell an die Spitze gesetzt. Die nationale Grenzpolizei bestätigte am Montag, dass der Flughafen Václav Havel Prag (PRG) bereits im ersten Quartal 2026 den ersten Pilotversuch im Schengen-Raum ausrichten wird. PRG verzeichnete zwischen Januar und Oktober dieses Jahres 6,8 Millionen Ankünfte von Nicht-EU-Bürgern, und die Wartezeiten an den manuellen EES-Schaltern können zu Spitzenzeiten über 40 Minuten betragen. Erste Modellrechnungen deuten darauf hin, dass die App die durchschnittliche Abfertigungszeit für Nicht-EU-Reisende von sechs Minuten auf unter 90 Sekunden reduzieren könnte.
Für multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in Prag – etwa Honeywell, DHL und PPF – sind die Vorteile greifbar. Das Reise-Management-Unternehmen CWT schätzt, dass ein mittelgroßes tschechisches Unternehmen jährlich rund 4.200 innergemeinschaftliche Reisen durchführt; eine Verkürzung der Abfertigungszeit um nur drei Minuten pro Reisendem würde etwa 210 Arbeitsstunden pro Jahr einsparen. Doch der Komfort bringt auch Verpflichtungen mit sich: Mobilitätsteams müssen die Mitarbeiter darüber aufklären, wie die Digitale Reise-App, ETIAS und herkömmliche Visa zusammenwirken, und sicherstellen, dass die Datenübermittlungen den tschechischen und EU-Datenschutzbestimmungen entsprechen.
Brüssel betont, dass das System zunächst freiwillig bleibt, räumt aber ein, dass eine breite Akzeptanz es den Mitgliedstaaten langfristig ermöglichen könnte, Personal von der Passkontrolle auf risikobasierte Kontrollen umzuschichten. Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern rotieren, sollten den tschechischen Pilotversuch genau beobachten und bereits jetzt IT-Integrationskosten für die Zeit einplanen, wenn die App für Vielreisende verpflichtend wird.
Sollte der Test erfolgreich verlaufen, wird die Erfahrung aus Prag voraussichtlich als Vorlage für die Einführung in Frankfurt, Amsterdam und Barcelona im weiteren Verlauf des Jahres 2026 dienen. Die Grenzpolizei kündigt an, vor dem Start des Pilotprojekts einen mehrsprachigen Passagierleitfaden zu veröffentlichen und im Februar Live-Demonstrationen für Firmenreiseleiter durchzuführen.
Tschechien hat sich schnell an die Spitze gesetzt. Die nationale Grenzpolizei bestätigte am Montag, dass der Flughafen Václav Havel Prag (PRG) bereits im ersten Quartal 2026 den ersten Pilotversuch im Schengen-Raum ausrichten wird. PRG verzeichnete zwischen Januar und Oktober dieses Jahres 6,8 Millionen Ankünfte von Nicht-EU-Bürgern, und die Wartezeiten an den manuellen EES-Schaltern können zu Spitzenzeiten über 40 Minuten betragen. Erste Modellrechnungen deuten darauf hin, dass die App die durchschnittliche Abfertigungszeit für Nicht-EU-Reisende von sechs Minuten auf unter 90 Sekunden reduzieren könnte.
Für multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in Prag – etwa Honeywell, DHL und PPF – sind die Vorteile greifbar. Das Reise-Management-Unternehmen CWT schätzt, dass ein mittelgroßes tschechisches Unternehmen jährlich rund 4.200 innergemeinschaftliche Reisen durchführt; eine Verkürzung der Abfertigungszeit um nur drei Minuten pro Reisendem würde etwa 210 Arbeitsstunden pro Jahr einsparen. Doch der Komfort bringt auch Verpflichtungen mit sich: Mobilitätsteams müssen die Mitarbeiter darüber aufklären, wie die Digitale Reise-App, ETIAS und herkömmliche Visa zusammenwirken, und sicherstellen, dass die Datenübermittlungen den tschechischen und EU-Datenschutzbestimmungen entsprechen.
Brüssel betont, dass das System zunächst freiwillig bleibt, räumt aber ein, dass eine breite Akzeptanz es den Mitgliedstaaten langfristig ermöglichen könnte, Personal von der Passkontrolle auf risikobasierte Kontrollen umzuschichten. Unternehmen, die regelmäßig Mitarbeiter aus Nicht-EU-Ländern rotieren, sollten den tschechischen Pilotversuch genau beobachten und bereits jetzt IT-Integrationskosten für die Zeit einplanen, wenn die App für Vielreisende verpflichtend wird.
Sollte der Test erfolgreich verlaufen, wird die Erfahrung aus Prag voraussichtlich als Vorlage für die Einführung in Frankfurt, Amsterdam und Barcelona im weiteren Verlauf des Jahres 2026 dienen. Die Grenzpolizei kündigt an, vor dem Start des Pilotprojekts einen mehrsprachigen Passagierleitfaden zu veröffentlichen und im Februar Live-Demonstrationen für Firmenreiseleiter durchzuführen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News