
Nach 15 Jahren wachsender Frustration bei Arbeitgebern und Antragstellern hat das tschechische Außenministerium (MFA) zum 30. November 2025 um Mitternacht seine veraltete Visapoint-Terminplattform abgeschaltet. Ab dem 1. Dezember müssen alle, die ein Langzeitvisum, eine Arbeitnehmerkarte oder eine Aufenthaltserlaubnis beantragen wollen, ihre Termine über ein komplett neues Reservierungsportal buchen. Das Ministerium verspricht verbesserte Cybersicherheit (Captcha-geschützte Logins), vier Sprachversionen (Tschechisch, Englisch, Ukrainisch und Vietnamesisch) und – besonders wichtig – eine wöchentliche, lotterieartige Warteschlangen-Nummer, die den Zugang zu neu freigegebenen Terminen zufällig verteilt. Diese Neuerung soll dem berüchtigten „Klick-Krieg“ ein Ende setzen, bei dem technikaffine Vermittler Termine in Sekundenschnelle abgreifen konnten, während echte Antragsteller leer ausgingen.
Der Übergang verlief nicht ganz reibungslos. In den ersten zwei Stunden meldeten Nutzer aus Indien und den Philippinen wiederholte Zeitüberschreitungen, und das tschechische Konsulat in New York teilte auf Social Media mit, dass das wöchentliche Kontingent für Arbeitnehmerkarten-Termine innerhalb von 15 Minuten ausgebucht war. Dennoch gibt das MFA an, dass das System 18.300 gleichzeitige Logins ohne Absturz bewältigte und in den nächsten zwei Wochen schrittweise Verbesserungen eingeführt werden. Konsularstellen wurden angewiesen, alle Visapoint-Termine bis zum 30. November anzuerkennen, jedoch alle zukünftigen Termine, die über die alte Plattform gebucht wurden, zu stornieren.
Für Mobility-Teams in Unternehmen hat die Umstellung unmittelbare Auswirkungen. Personalabteilungen müssen neue Nutzerprofile anlegen, Browser-Caches löschen und sich mit dem neuen, zufallsbasierten Warteschlangen-System vertraut machen, was die Vorlaufzeiten um mehrere Tage verlängern kann. Arbeitgeber mit wichtigen Arbeitsbeginn-Terminen im ersten Quartal 2026 werden geraten, kleinere Konsulate in Wien, Bratislava und Warschau im Blick zu behalten, da dort der Termindruck traditionell geringer ist. Mobility-Berater warnen zudem, dass sich die Bearbeitungszeiten vorübergehend verlängern könnten, während die Visabeamten sich an die neue Verwaltungsoberfläche gewöhnen.
Blickt man in die Zukunft, deutet das MFA an, dass im kommenden Jahr eine kostenpflichtige Premium-Service-Schiene eingeführt werden könnte, falls die Nachfrage weiterhin das Angebot übersteigt. Außerdem soll noch diese Woche ein detailliertes Benutzerhandbuch veröffentlicht werden. Bis dahin sollten Unternehmen ihre Antragsteller darauf hinweisen, dass nicht bestätigte Termine nach 24 Stunden automatisch verfallen und sie bei der Planung der Einsatztermine großzügige Puffer einplanen. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten wird die Reform allgemein als längst überfälliger Schritt zu mehr Transparenz in den konsularischen Abläufen Tschechiens gesehen.
Der Übergang verlief nicht ganz reibungslos. In den ersten zwei Stunden meldeten Nutzer aus Indien und den Philippinen wiederholte Zeitüberschreitungen, und das tschechische Konsulat in New York teilte auf Social Media mit, dass das wöchentliche Kontingent für Arbeitnehmerkarten-Termine innerhalb von 15 Minuten ausgebucht war. Dennoch gibt das MFA an, dass das System 18.300 gleichzeitige Logins ohne Absturz bewältigte und in den nächsten zwei Wochen schrittweise Verbesserungen eingeführt werden. Konsularstellen wurden angewiesen, alle Visapoint-Termine bis zum 30. November anzuerkennen, jedoch alle zukünftigen Termine, die über die alte Plattform gebucht wurden, zu stornieren.
Für Mobility-Teams in Unternehmen hat die Umstellung unmittelbare Auswirkungen. Personalabteilungen müssen neue Nutzerprofile anlegen, Browser-Caches löschen und sich mit dem neuen, zufallsbasierten Warteschlangen-System vertraut machen, was die Vorlaufzeiten um mehrere Tage verlängern kann. Arbeitgeber mit wichtigen Arbeitsbeginn-Terminen im ersten Quartal 2026 werden geraten, kleinere Konsulate in Wien, Bratislava und Warschau im Blick zu behalten, da dort der Termindruck traditionell geringer ist. Mobility-Berater warnen zudem, dass sich die Bearbeitungszeiten vorübergehend verlängern könnten, während die Visabeamten sich an die neue Verwaltungsoberfläche gewöhnen.
Blickt man in die Zukunft, deutet das MFA an, dass im kommenden Jahr eine kostenpflichtige Premium-Service-Schiene eingeführt werden könnte, falls die Nachfrage weiterhin das Angebot übersteigt. Außerdem soll noch diese Woche ein detailliertes Benutzerhandbuch veröffentlicht werden. Bis dahin sollten Unternehmen ihre Antragsteller darauf hinweisen, dass nicht bestätigte Termine nach 24 Stunden automatisch verfallen und sie bei der Planung der Einsatztermine großzügige Puffer einplanen. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten wird die Reform allgemein als längst überfälliger Schritt zu mehr Transparenz in den konsularischen Abläufen Tschechiens gesehen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News