
Indien nutzte den Staatsbesuch von Präsident Wladimir Putin am 5. Dezember 2025, um seine großzügigste einseitige Visumserleichterung seit Jahren anzukündigen: ein kostenloses 30-tägiges Einreise-E-Touristenvisum sowie ein entsprechendes 30-tägiges Gruppen-Touristenvisum für russische Staatsbürger. Das Programm, das laut Premierminister Narendra Modi „sehr bald“ eingeführt werden soll, hebt sowohl die Gebühr von ₹2.500 als auch die biometrische Erfassungspflicht auf, die derzeit für die meisten Nationalitäten auf Indiens E-Visum-Portal gilt.
Hinter der positiven Optik steckt harte wirtschaftliche Logik. Russland ist seit dem Krieg in der Ukraine und dem Zusammenbruch der Direktflugverbindungen aus den Top-15-Quellmärkten Indiens gefallen, da die Flugpreise auf über ₹100.000 gestiegen sind. Das Tourismusministerium schätzt, dass 2019 noch 187.000 russische Staatsbürger Indien besuchten; die Ankünfte sanken 2024 auf unter 60.000. Die Behörden hoffen, dass der Wegfall der Gebühren – kombiniert mit der geplanten Rückkehr von Aeroflot auf der Strecke Delhi–Moskau – mindestens 100.000 zusätzliche Ankünfte im Geschäftsjahr 2026-27 bringen wird.
Reiseverbände begrüßten die Maßnahme, forderten jedoch Gegenseitigkeit. Die Indische Vereinigung der Reiseveranstalter sieht in den kostenlosen Visa für Russen ein Modell für ähnliche, kostenneutrale bilaterale Erleichterungen mit Japan und Südkorea. Die Fluggesellschaften müssen derweil die Kapazitäten erhöhen. Derzeit gibt es nur zehn wöchentliche Verbindungen zwischen den beiden Ländern; IndiGo und Vistara benötigen erweiterte bilaterale Verkehrsrechte, um Charter- oder Saisonflüge anbieten zu können.
Firmen, die Geschäftsreisen organisieren, sollten beachten, dass die Erleichterung ausschließlich für Freizeitreisen gilt. Geschäfts-, Konferenz- und Medizinreisende benötigen weiterhin kostenpflichtige E-Visa oder Konsularvisa. Unternehmen, die gemischte Delegationen entsenden, müssen daher die Anträge nach Reisezweck aufteilen. Wichtig ist auch, dass russische Besucher weiterhin ein Rückflugticket und einen Nachweis über finanzielle Mittel vorlegen müssen; Überziehungen der Aufenthaltsdauer werden nach dem neuen Einwanderungs- und Ausländergesetz 2025 mit Strafen belegt.
Für Indien stärkt die Ankündigung das Image als offenes, touristfreundliches Reiseziel und passt zu dem Ziel, bis 2027 15 Millionen ausländische Urlauber zu empfangen. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, können Mobilitätsexperten im nächsten Haushalt mit einer breiteren Ausweitung kurzfristiger Gebührenbefreiungen für wichtige Märkte rechnen.
Hinter der positiven Optik steckt harte wirtschaftliche Logik. Russland ist seit dem Krieg in der Ukraine und dem Zusammenbruch der Direktflugverbindungen aus den Top-15-Quellmärkten Indiens gefallen, da die Flugpreise auf über ₹100.000 gestiegen sind. Das Tourismusministerium schätzt, dass 2019 noch 187.000 russische Staatsbürger Indien besuchten; die Ankünfte sanken 2024 auf unter 60.000. Die Behörden hoffen, dass der Wegfall der Gebühren – kombiniert mit der geplanten Rückkehr von Aeroflot auf der Strecke Delhi–Moskau – mindestens 100.000 zusätzliche Ankünfte im Geschäftsjahr 2026-27 bringen wird.
Reiseverbände begrüßten die Maßnahme, forderten jedoch Gegenseitigkeit. Die Indische Vereinigung der Reiseveranstalter sieht in den kostenlosen Visa für Russen ein Modell für ähnliche, kostenneutrale bilaterale Erleichterungen mit Japan und Südkorea. Die Fluggesellschaften müssen derweil die Kapazitäten erhöhen. Derzeit gibt es nur zehn wöchentliche Verbindungen zwischen den beiden Ländern; IndiGo und Vistara benötigen erweiterte bilaterale Verkehrsrechte, um Charter- oder Saisonflüge anbieten zu können.
Firmen, die Geschäftsreisen organisieren, sollten beachten, dass die Erleichterung ausschließlich für Freizeitreisen gilt. Geschäfts-, Konferenz- und Medizinreisende benötigen weiterhin kostenpflichtige E-Visa oder Konsularvisa. Unternehmen, die gemischte Delegationen entsenden, müssen daher die Anträge nach Reisezweck aufteilen. Wichtig ist auch, dass russische Besucher weiterhin ein Rückflugticket und einen Nachweis über finanzielle Mittel vorlegen müssen; Überziehungen der Aufenthaltsdauer werden nach dem neuen Einwanderungs- und Ausländergesetz 2025 mit Strafen belegt.
Für Indien stärkt die Ankündigung das Image als offenes, touristfreundliches Reiseziel und passt zu dem Ziel, bis 2027 15 Millionen ausländische Urlauber zu empfangen. Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein, können Mobilitätsexperten im nächsten Haushalt mit einer breiteren Ausweitung kurzfristiger Gebührenbefreiungen für wichtige Märkte rechnen.
Quelle: The Times of India