
Zwei der größten Schweizer Kantone haben eine Preissenkungs-Domino ausgelöst, die die Wahl des Wohnorts für qualifizierte ausländische Fachkräfte verändern könnte. Am 13. Dezember bestätigten die Regierungen von Basel-Stadt und Bern, dass sie ab dem 1. Januar 2026 ihre Verwaltungsgebühren für die ordentliche Einbürgerung um fast 40 Prozent senken werden. Basel-Stadt reduziert die Gebühr von 980 CHF auf 600 CHF, während Bern von 880 CHF auf 520 CHF geht.
Im dreistufigen Schweizer Staatsbürgerschaftsmodell erhebt der Bund eine moderate Gebühr von 100 CHF, doch Kantone und Gemeinden können ihre eigenen Tarife festlegen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 zeigte eine Spannweite von 350 CHF (Zug) bis über 1.400 CHF (Tessin), was die Eidgenössische Preisüberwachung als „Postleitzahlen-Lotterie“ kritisierte. Personalverantwortliche und Relocation-Firmen berichten, dass die neuen Preise in Basel und Bern bereits in Rekrutierungsangeboten für Fachkräfte aus Drittstaaten auftauchen, die Jobangebote in Zürich, Genf oder im Life-Sciences-Cluster von Basel abwägen.
Beide Kantone führen die Senkungen auf Einsparungen durch vollständig digitale Fallbearbeitung zurück. Bern verknüpft den Schritt zudem mit seiner umfassenden „Fachkräfte 2030“-Strategie und argumentiert, dass erschwingliche Einbürgerungen helfen, Talente in einem alternden Arbeitsmarkt zu binden. Der lokale Wirtschaftsverband Swissmem begrüßte die Entscheidung und bezeichnete harmonisierte, niedrigere Gebühren als „Wettbewerbsfaktor“, gerade weil Deutschland und die Niederlande ihre Einbürgerungswege für MINT-Fachkräfte vereinfachen.
Da die Reduktionen nur für den kantonalen Anteil gelten, müssen Antragsteller weiterhin mit Gemeindebeiträgen rechnen, die in Bern durchschnittlich 200 bis 300 CHF betragen. Dennoch spart eine vierköpfige Familie bei einer Einbürgerung in Basel rund 1.500 CHF im Vergleich zu den Tarifen von 2025. Arbeitgeber, die die Einbürgerungskosten für Schlüsselmitarbeiter übernehmen, können ihre Mobilitätsbudgets somit besser nutzen – allerdings nur, wenn die Mitarbeitenden in den günstigeren Kantonen wohnen. Global-Mobility-Teams wird daher empfohlen, die Gebührenunterschiede bei der Planung künftiger Schweizer Einsätze genau zu berücksichtigen.
Der Druck auf Kantone mit hohen Gebühren wächst nun. Der Wirtschaftsminister des Tessins kündigte an, die Zahlen aus Basel „genau zu prüfen“, während Zürich eine interne Überprüfung der Servicekosten gestartet hat. Folgt mehr Kantone diesem Beispiel, könnte die Einbürgerungslandschaft in der Schweiz deutlich einheitlicher werden – eine gute Nachricht für mobile Fachkräfte und ihre Arbeitgeber.
Im dreistufigen Schweizer Staatsbürgerschaftsmodell erhebt der Bund eine moderate Gebühr von 100 CHF, doch Kantone und Gemeinden können ihre eigenen Tarife festlegen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 zeigte eine Spannweite von 350 CHF (Zug) bis über 1.400 CHF (Tessin), was die Eidgenössische Preisüberwachung als „Postleitzahlen-Lotterie“ kritisierte. Personalverantwortliche und Relocation-Firmen berichten, dass die neuen Preise in Basel und Bern bereits in Rekrutierungsangeboten für Fachkräfte aus Drittstaaten auftauchen, die Jobangebote in Zürich, Genf oder im Life-Sciences-Cluster von Basel abwägen.
Beide Kantone führen die Senkungen auf Einsparungen durch vollständig digitale Fallbearbeitung zurück. Bern verknüpft den Schritt zudem mit seiner umfassenden „Fachkräfte 2030“-Strategie und argumentiert, dass erschwingliche Einbürgerungen helfen, Talente in einem alternden Arbeitsmarkt zu binden. Der lokale Wirtschaftsverband Swissmem begrüßte die Entscheidung und bezeichnete harmonisierte, niedrigere Gebühren als „Wettbewerbsfaktor“, gerade weil Deutschland und die Niederlande ihre Einbürgerungswege für MINT-Fachkräfte vereinfachen.
Da die Reduktionen nur für den kantonalen Anteil gelten, müssen Antragsteller weiterhin mit Gemeindebeiträgen rechnen, die in Bern durchschnittlich 200 bis 300 CHF betragen. Dennoch spart eine vierköpfige Familie bei einer Einbürgerung in Basel rund 1.500 CHF im Vergleich zu den Tarifen von 2025. Arbeitgeber, die die Einbürgerungskosten für Schlüsselmitarbeiter übernehmen, können ihre Mobilitätsbudgets somit besser nutzen – allerdings nur, wenn die Mitarbeitenden in den günstigeren Kantonen wohnen. Global-Mobility-Teams wird daher empfohlen, die Gebührenunterschiede bei der Planung künftiger Schweizer Einsätze genau zu berücksichtigen.
Der Druck auf Kantone mit hohen Gebühren wächst nun. Der Wirtschaftsminister des Tessins kündigte an, die Zahlen aus Basel „genau zu prüfen“, während Zürich eine interne Überprüfung der Servicekosten gestartet hat. Folgt mehr Kantone diesem Beispiel, könnte die Einbürgerungslandschaft in der Schweiz deutlich einheitlicher werden – eine gute Nachricht für mobile Fachkräfte und ihre Arbeitgeber.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News