
Die Europäische Union hat still und heimlich eine wichtige Änderung in ihrer Visapolitik vorgenommen: Ab dem 16. Dezember 2025 erhalten russische Staatsbürger, die ein Kurzaufenthaltsvisum (Schengen-Typ C) bei einem EU-Konsulat in Russland beantragen – darunter auch das Deutsche Generalkonsulat in Moskau – in der Regel nur noch ein Einreisevisum mit deutlich kürzerer Gültigkeitsdauer.
Diese Änderung wurde in einer Kundeninformation der globalen Einwanderungskanzlei Fragomen bestätigt, nachdem die EU-Innenminister das verschärfte Regime offiziell gebilligt hatten. Bisher konnten gut dokumentierte russische Reisende bei guter Reisehistorie noch Mehrfacheinreisevisa mit einer Gültigkeit von bis zu fünf Jahren erhalten. Deutsche Auslandsvertretungen stellten 2019 mehr als 142.000 Schengen-Visa für Russen aus, 2024 waren es weniger als 20.000; Handelskammern warnen, dass die neue Einreisebeschränkung diese Zahlen weiter sinken lassen wird.
Für deutsche Unternehmen bedeutet dies zunächst mehr Bürokratie und höhere Kosten. Einreisevisa mit nur einer Einreise bedeuten, dass jede weitere Geschäftsreise – sei es für Vertragsverhandlungen in München oder eine Messe in Düsseldorf – einen neuen Antrag, einen biometrischen Termin und eine Gebühr erfordert. Logistikunternehmen mit russischen Fahrern, die nach Bayern einreisen, berichten von „über Nacht“ auftretenden Problemen, da Mehrfacheinreisedokumente, die flexible Routen durch Polen und Deutschland ermöglichten, nicht mehr ausgestellt werden.
Insider aus den Konsulaten sehen in dem EU-Schritt eine politische Reaktion: Er spiegelt die von Moskau verhängten Beschränkungen für EU-Bürger wider und dient als zusätzliche Sanktion im Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine. Berliner Behörden begründen die Maßnahme auch mit Sicherheitsaspekten und verweisen auf einen Anstieg gefälschter russischer Pässe, die diesen Herbst an den östlichen deutschen Grenzen entdeckt wurden.
Praktische Tipps für deutsche Personal- und Global-Mobility-Manager:
1. Prüfen Sie jede Einladung genau – einige deutsche Konsulate verlangen inzwischen detailliertere Reisepläne, um auch eine Einreise zu rechtfertigen.
2. Planen Sie mindestens drei Wochen Vorlaufzeit ein; Termine in Moskau und St. Petersburg sind bereits knapper geworden.
3. Ziehen Sie eine Teilnahme per Videokonferenz oder Treffen in Istanbul oder Dubai in Betracht, wo russische Partner weiterhin visafrei reisen können.
4. Warnen Sie Reisende davor, das Visum zu überschreiten oder bei einem Einreisevisum eine zweite Einreise zu versuchen – dies kann zu einem Schengen-weiten Einreiseverbot führen.
Obwohl die Regel EU-weit gilt, wird erwartet, dass Deutschland sie besonders strikt durchsetzt: Berlin hat in seiner Migrationsstrategie 2026 Ausweisungsziele für „Visa-Verstöße“ festgelegt, und die Grenzpolizei am Flughafen Frankfurt überprüft russische Mehrfacheinreisevisa nun automatisch intensiver.
Diese Änderung wurde in einer Kundeninformation der globalen Einwanderungskanzlei Fragomen bestätigt, nachdem die EU-Innenminister das verschärfte Regime offiziell gebilligt hatten. Bisher konnten gut dokumentierte russische Reisende bei guter Reisehistorie noch Mehrfacheinreisevisa mit einer Gültigkeit von bis zu fünf Jahren erhalten. Deutsche Auslandsvertretungen stellten 2019 mehr als 142.000 Schengen-Visa für Russen aus, 2024 waren es weniger als 20.000; Handelskammern warnen, dass die neue Einreisebeschränkung diese Zahlen weiter sinken lassen wird.
Für deutsche Unternehmen bedeutet dies zunächst mehr Bürokratie und höhere Kosten. Einreisevisa mit nur einer Einreise bedeuten, dass jede weitere Geschäftsreise – sei es für Vertragsverhandlungen in München oder eine Messe in Düsseldorf – einen neuen Antrag, einen biometrischen Termin und eine Gebühr erfordert. Logistikunternehmen mit russischen Fahrern, die nach Bayern einreisen, berichten von „über Nacht“ auftretenden Problemen, da Mehrfacheinreisedokumente, die flexible Routen durch Polen und Deutschland ermöglichten, nicht mehr ausgestellt werden.
Insider aus den Konsulaten sehen in dem EU-Schritt eine politische Reaktion: Er spiegelt die von Moskau verhängten Beschränkungen für EU-Bürger wider und dient als zusätzliche Sanktion im Zusammenhang mit Russlands Krieg in der Ukraine. Berliner Behörden begründen die Maßnahme auch mit Sicherheitsaspekten und verweisen auf einen Anstieg gefälschter russischer Pässe, die diesen Herbst an den östlichen deutschen Grenzen entdeckt wurden.
Praktische Tipps für deutsche Personal- und Global-Mobility-Manager:
1. Prüfen Sie jede Einladung genau – einige deutsche Konsulate verlangen inzwischen detailliertere Reisepläne, um auch eine Einreise zu rechtfertigen.
2. Planen Sie mindestens drei Wochen Vorlaufzeit ein; Termine in Moskau und St. Petersburg sind bereits knapper geworden.
3. Ziehen Sie eine Teilnahme per Videokonferenz oder Treffen in Istanbul oder Dubai in Betracht, wo russische Partner weiterhin visafrei reisen können.
4. Warnen Sie Reisende davor, das Visum zu überschreiten oder bei einem Einreisevisum eine zweite Einreise zu versuchen – dies kann zu einem Schengen-weiten Einreiseverbot führen.
Obwohl die Regel EU-weit gilt, wird erwartet, dass Deutschland sie besonders strikt durchsetzt: Berlin hat in seiner Migrationsstrategie 2026 Ausweisungsziele für „Visa-Verstöße“ festgelegt, und die Grenzpolizei am Flughafen Frankfurt überprüft russische Mehrfacheinreisevisa nun automatisch intensiver.
Quelle: Fragomen Immigration Alert