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Neue US-Regel zur Offenlegung in sozialen Medien könnte polnische Reisen im Rahmen des Visa Waiver-Programms verzögern

Dez. 16, 2025
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Neue US-Regel zur Offenlegung in sozialen Medien könnte polnische Reisen im Rahmen des Visa Waiver-Programms verzögern
Washington hat eine neue Regelung vorgestellt, die Reisende aus Ländern des Visa Waiver Programms (VWP) – darunter auch Polen – verpflichtet, bei der Beantragung der Electronic System for Travel Authorization (ESTA) alle in den letzten fünf Jahren genutzten Social-Media-Profile anzugeben. Die am 15. Dezember veröffentlichte Maßnahme, die ab dem 8. Februar 2026 in Kraft tritt, verlangt zudem E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre sowie umfangreiche Angaben zur Familie. Der US Travel Association zufolge könnte dies einen „abschreckenden Effekt“ auf Tourismus und Geschäftsreisen haben.

Polen genießt den VWP-Status erst seit 2019; Unternehmens-Mobilitätsteams haben daraufhin schnell polnisch-amerikanische Rotationen auf Basis des unkomplizierten ESTA-Systems aufgebaut. Die Pflicht, persönliche Social-Media-Verläufe offenzulegen, wirft Datenschutzbedenken auf und könnte die Vorlaufzeiten vor Reisen verlängern – besonders für Führungskräfte, die ihre Beiträge lieber privat halten möchten.

Neue US-Regel zur Offenlegung in sozialen Medien könnte polnische Reisen im Rahmen des Visa Waiver-Programms verzögern


Die ESTA-Gebühr beträgt bereits 21 US-Dollar und muss alle zwei Jahre erneuert werden. Mobilitätsberater gehen davon aus, dass die neuen Datenfelder die Antragsdauer pro Reisendem von zehn Minuten auf über eine halbe Stunde erhöhen werden. Zudem benötigen Unternehmen eine schriftliche Einwilligung, um die Social-Media-Daten der Mitarbeiter zu erfassen und zu speichern. Wer Profile nicht angibt, riskiert eine Ablehnung der Einreisegenehmigung; falsche Angaben können sogar zu lebenslangen Einreiseverboten führen.

Polnische Exporteure, die im Frühjahr 2026 an großen US-Handelsmessen teilnehmen, sollten daher bei Flugbuchungen und Genehmigungsprozessen großzügige Zeitpuffer einplanen. Reiseverantwortliche prüfen zudem, ob sich einige Meetings nach Kanada oder in die EU verlegen lassen, um mögliche Verzögerungen bei der US-Einreise zu vermeiden.
Quelle: Reuters

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