
Am Internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember versammeln sich Glaubensführer und NGO-Freiwillige an der Nicolas-Winton-Statue auf Gleis 1 des Prager Hauptbahnhofs, um gegen das Versprechen der neuen Regierung zu protestieren, den EU-Pakt zu Migration und Asyl abzulehnen und eine „Null-Toleranz“-Politik gegenüber illegaler Migration zu verfolgen. Die Veranstalter kündigen an, dass die Mahnwache in ein Kulturprogramm übergehen wird, das aufzeigt, wie strengere Asyl- und Integrationspolitiken die für Ausländer wichtigen Angebote – von kostenlosen Rechtsberatungen bis zu subventionierten Tschechischkursen – gefährden könnten.
Die Warnung folgt auf Signale der Koalition von Premierminister Andrej Babiš, die nationalen Asylregeln im Januar neu zu formulieren, den Zugang zu humanitären Aufenthaltsgenehmigungen zu beschränken und Fördermittel für Integrations-NGOs zu kürzen. Sozialarbeiter weisen darauf hin, dass 2022 über 1,2 Millionen ukrainische Flüchtlinge durch Prag gereist sind und viele weiterhin auf Beratungs- und Übersetzungsdienste angewiesen sind. Der Wegfall dieses Sicherheitsnetzes würde ihrer Meinung nach auch gut verdienende Fachkräfte aus dem „Expat“-Segment treffen, die dieselben Netzwerke für Visa-Angelegenheiten, Schulanmeldungen und Steuerfragen nutzen.
Ökonomen warnen, dass ein harter Kurs die chronischen Fachkräftemängel im Gesundheitswesen, Bildungssektor und in der Hightech-Industrie verschärfen könnte. Branchenverbände schätzen, dass Tschechien bis 2026 mindestens 30.000 zusätzliche ausländische Spezialisten benötigt, um ein BIP-Wachstum von 3 % zu sichern. Eine Einschränkung der Migrationswege könnte daher Investitionen bremsen, gerade jetzt, wo multinationale Unternehmen über regionale Expansionen nachdenken.
Personalverantwortliche werden geraten, die Gesetzesentwürfe genau zu beobachten. Sollten strengere Regeln beschlossen werden, müssten Unternehmen möglicherweise die Verlängerung von Mitarbeiterkarten beschleunigen, höhere Compliance-Kosten einplanen und mehr Homeoffice-Möglichkeiten für nicht-EU-Mitarbeiter im Ausland schaffen. Mobilitätsteams sollten zudem Argumentationshilfen vorbereiten, um Expatriates, die durch die zunehmende anti-migrantische Rhetorik verunsichert sind, zu beruhigen.
Aktivisten rufen Ausländer dazu auf, weiterhin aktiv zu bleiben, sich wenn möglich zu engagieren und Diskriminierung zu dokumentieren. „Die Botschaft ist klar“, sagt Organisator Petr Pijáček, „niemand sollte die bevorstehenden Veränderungen allein bewältigen müssen.“
Die Warnung folgt auf Signale der Koalition von Premierminister Andrej Babiš, die nationalen Asylregeln im Januar neu zu formulieren, den Zugang zu humanitären Aufenthaltsgenehmigungen zu beschränken und Fördermittel für Integrations-NGOs zu kürzen. Sozialarbeiter weisen darauf hin, dass 2022 über 1,2 Millionen ukrainische Flüchtlinge durch Prag gereist sind und viele weiterhin auf Beratungs- und Übersetzungsdienste angewiesen sind. Der Wegfall dieses Sicherheitsnetzes würde ihrer Meinung nach auch gut verdienende Fachkräfte aus dem „Expat“-Segment treffen, die dieselben Netzwerke für Visa-Angelegenheiten, Schulanmeldungen und Steuerfragen nutzen.
Ökonomen warnen, dass ein harter Kurs die chronischen Fachkräftemängel im Gesundheitswesen, Bildungssektor und in der Hightech-Industrie verschärfen könnte. Branchenverbände schätzen, dass Tschechien bis 2026 mindestens 30.000 zusätzliche ausländische Spezialisten benötigt, um ein BIP-Wachstum von 3 % zu sichern. Eine Einschränkung der Migrationswege könnte daher Investitionen bremsen, gerade jetzt, wo multinationale Unternehmen über regionale Expansionen nachdenken.
Personalverantwortliche werden geraten, die Gesetzesentwürfe genau zu beobachten. Sollten strengere Regeln beschlossen werden, müssten Unternehmen möglicherweise die Verlängerung von Mitarbeiterkarten beschleunigen, höhere Compliance-Kosten einplanen und mehr Homeoffice-Möglichkeiten für nicht-EU-Mitarbeiter im Ausland schaffen. Mobilitätsteams sollten zudem Argumentationshilfen vorbereiten, um Expatriates, die durch die zunehmende anti-migrantische Rhetorik verunsichert sind, zu beruhigen.
Aktivisten rufen Ausländer dazu auf, weiterhin aktiv zu bleiben, sich wenn möglich zu engagieren und Diskriminierung zu dokumentieren. „Die Botschaft ist klar“, sagt Organisator Petr Pijáček, „niemand sollte die bevorstehenden Veränderungen allein bewältigen müssen.“
Quelle: Expats.cz
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