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China eröffnet Online-Visumantrag für Inder, um 21-Milliarden-Dollar-Markt zu erschließen

Dez. 22, 2025
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China eröffnet Online-Visumantrag für Inder, um 21-Milliarden-Dollar-Markt zu erschließen
Peking erlaubt ab 22. Dezember indischen Staatsangehörigen, chinesische Visumanträge vollständig online einzureichen, bestätigte die chinesische Botschaft in Neu-Delhi in einem Rundschreiben, das am 21. Dezember vom South China Morning Post zitiert wurde. Die Änderung hebt die bisherige Pflicht zum persönlichen Besuch eines Visazentrums auf und verkürzt so die Bearbeitungszeit für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen.

Wirtschaftlicher Hintergrund: Die Ausgaben indischer Reisender im Ausland erreichten 2024 21,6 Milliarden US-Dollar und sollen bis 2033 auf das Dreifache steigen. Vor der Pandemie wuchsen die Besucherzahlen aus Indien nach China jährlich um 19 %, brachen jedoch nach dem Grenzkonflikt im Himalaya 2020 und Pekings Null-Covid-Politik stark ein. Mit der Wiederaufnahme der Direktflüge zwischen Delhi/Mumbai und Shanghai/Guangzhou im Oktober ist die Erleichterung des Visaprozesses der nächste Schritt zur Normalisierung des zwischenmenschlichen Austauschs.

China eröffnet Online-Visumantrag für Inder, um 21-Milliarden-Dollar-Markt zu erschließen


Was sich für Antragsteller ändert: Ab dem 22. Dezember können Reisende das Visumformular online ausfüllen, Dokumente hochladen und Gebühren über das neue Konsularportal Chinas bezahlen. Fingerabdrücke und Foto werden weiterhin am Tag der Abholung erfasst, jedoch wurden die Terminplätze erhöht, um der erwarteten Nachfrage gerecht zu werden. Das Online-System akzeptiert zunächst die Kategorien L (Tourist), M (Geschäft) und F (Austausch), Arbeitsvisa (Z) folgen im nächsten Quartal.

Auswirkungen auf die Wirtschaft: Indische Pharma- und IT-Unternehmen mit Standorten in Hangzhou und Suzhou rechnen mit einer schnelleren Rotation ihrer Projektteams, während chinesische Automobilzulieferer, die den indischen Markt anvisieren, potenzielle Kunden mit kürzerer Vorlaufzeit zu Messen in Shanghai einladen können. Reisebüros erwarten eine starke Nachholnachfrage im Freizeitbereich während der April-Feiertage, sobald die E-Visum-Funktion stabil läuft.

Geopolitische Nuancen: Trotz anhaltender strategischer Rivalität sehen Analysten diesen Schritt als Teil eines schrittweisen Vertrauensaufbaus. Beide Seiten haben militärische Hotlines wieder geöffnet und Gespräche über einen Rupee-Renminbi-Abwicklungskorridor wieder aufgenommen, der künftig grenzüberschreitende Zahlungen für Touristen erleichtern könnte.
Quelle: South China Morning Post

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