
Die am 30. Dezember 2025 veröffentlichten Statistiken zur Einwanderungskontrolle in Finnland zeigen, dass im Laufe des Jahres 104 russische Staatsangehörige, die politisches Asyl beantragt hatten, abgeschoben wurden – die meisten von ihnen Männer, die den erweiterten Mobilisierungsbefehlen aus Moskau entkommen waren. Diese Zahl – bestätigt durch Daten der Nationalen Polizeibehörde, die Yle vorliegen – markiert die ersten groß angelegten Abschiebungen seit der Verschärfung der Asylregeln in Finnland als Reaktion auf einen Anstieg irregulärer Grenzübertritte an der Ostgrenze Ende 2023.
Nach den im September vom Finnischen Einwanderungsdienst (Migri) herausgegebenen Richtlinien reicht die bloße Androhung der Wehrpflicht nicht mehr als Asylgrund aus, es sei denn, der Antragsteller kann ein individuelles Verfolgungsrisiko oder eine mögliche Beteiligung an Kriegsverbrechen nachweisen. Während einige Antragsteller diese Kriterien erfüllten, taten dies viele nicht, und 18 Personen wurden nach Ablehnung einer freiwilligen Rückkehr unter Polizeibegleitung zwangsweise abgeschoben. Die meisten Deportierten wurden zunächst nach Istanbul oder Tallinn geflogen, bevor sie weiter nach Russland reisten.
Für Arbeitgeber hat diese Entwicklung praktische Folgen. Russische Softwareentwickler und Ingenieure, die 2023–24 aus humanitären Gründen nach Finnland eingereist waren, hatten begonnen, sich mit temporären Arbeitserlaubnissen in finnische Tech-Cluster zu integrieren. Diejenigen mit laufenden Asylanträgen sehen sich nun mit größerer Unsicherheit konfrontiert, und Personalabteilungen werden aufgefordert, die Aufenthaltsberechtigung ihrer Mitarbeitenden über Januar 2026 hinaus zu überprüfen, wenn neue Gebühren für Aufenthaltserlaubnisse und strengere Regeln für den Daueraufenthalt in Kraft treten.
Aus Compliance-Sicht sollten Unternehmen, die russische Mitarbeitende beschäftigen, sich auf intensivere Prüfungen von Arbeitsverträgen, Sprachkursnachweisen und der Inanspruchnahme sozialer Leistungen einstellen. Migri hat angekündigt, dass künftige Anträge auf arbeitnehmerbasierte Aufenthaltserlaubnisse von abgelehnten Asylbewerbern verstärkt auf Anzeichen von „Migrationsumgehung“ geprüft werden.
Politisch argumentiert Helsinki, dass die Abschiebungen Finnlands Entschlossenheit zeigen, das Einwanderungsrecht konsequent durchzusetzen und so das von Behörden als „instrumentalisierte Migration“ aus Russland bezeichnete Phänomen einzudämmen. Kritiker, darunter mehrere finnische NGOs, warnen hingegen, dass die Politik internationale Schutzpflichten verletzen könnte. Die Debatte dürfte im Parlament, das Mitte Januar wieder zusammentritt, an Schärfe gewinnen. Für Mobilitätsmanager gilt vorerst: mit einer strengeren Linie gegenüber russischen Staatsangehörigen zu rechnen und Personalbewegungen entsprechend zu planen.
Nach den im September vom Finnischen Einwanderungsdienst (Migri) herausgegebenen Richtlinien reicht die bloße Androhung der Wehrpflicht nicht mehr als Asylgrund aus, es sei denn, der Antragsteller kann ein individuelles Verfolgungsrisiko oder eine mögliche Beteiligung an Kriegsverbrechen nachweisen. Während einige Antragsteller diese Kriterien erfüllten, taten dies viele nicht, und 18 Personen wurden nach Ablehnung einer freiwilligen Rückkehr unter Polizeibegleitung zwangsweise abgeschoben. Die meisten Deportierten wurden zunächst nach Istanbul oder Tallinn geflogen, bevor sie weiter nach Russland reisten.
Für Arbeitgeber hat diese Entwicklung praktische Folgen. Russische Softwareentwickler und Ingenieure, die 2023–24 aus humanitären Gründen nach Finnland eingereist waren, hatten begonnen, sich mit temporären Arbeitserlaubnissen in finnische Tech-Cluster zu integrieren. Diejenigen mit laufenden Asylanträgen sehen sich nun mit größerer Unsicherheit konfrontiert, und Personalabteilungen werden aufgefordert, die Aufenthaltsberechtigung ihrer Mitarbeitenden über Januar 2026 hinaus zu überprüfen, wenn neue Gebühren für Aufenthaltserlaubnisse und strengere Regeln für den Daueraufenthalt in Kraft treten.
Aus Compliance-Sicht sollten Unternehmen, die russische Mitarbeitende beschäftigen, sich auf intensivere Prüfungen von Arbeitsverträgen, Sprachkursnachweisen und der Inanspruchnahme sozialer Leistungen einstellen. Migri hat angekündigt, dass künftige Anträge auf arbeitnehmerbasierte Aufenthaltserlaubnisse von abgelehnten Asylbewerbern verstärkt auf Anzeichen von „Migrationsumgehung“ geprüft werden.
Politisch argumentiert Helsinki, dass die Abschiebungen Finnlands Entschlossenheit zeigen, das Einwanderungsrecht konsequent durchzusetzen und so das von Behörden als „instrumentalisierte Migration“ aus Russland bezeichnete Phänomen einzudämmen. Kritiker, darunter mehrere finnische NGOs, warnen hingegen, dass die Politik internationale Schutzpflichten verletzen könnte. Die Debatte dürfte im Parlament, das Mitte Januar wieder zusammentritt, an Schärfe gewinnen. Für Mobilitätsmanager gilt vorerst: mit einer strengeren Linie gegenüber russischen Staatsangehörigen zu rechnen und Personalbewegungen entsprechend zu planen.
Quelle: Ukrinform / Yle
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