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Heiliges Jahr endet nach 33,5 Millionen Pilgern in Rom – Forderungen nach menschlicherem Umgang mit Migranten werden laut

Jan. 7, 2026
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Heiliges Jahr endet nach 33,5 Millionen Pilgern in Rom – Forderungen nach menschlicherem Umgang mit Migranten werden laut
Das einjährige Jubiläum in Rom endete offiziell am 6. Januar, als Papst Leo die bronzene Heilige Pforte an der Petersbasilika versiegelte und damit ein Ereignis abschloss, das rekordverdächtige 33,5 Millionen Pilger aus 185 Ländern anzog. Der beispiellose Zustrom stellte die Verkehrs-, Gastgewerbe- und Konsulatsysteme der Hauptstadt auf die Probe, brachte der lokalen Wirtschaft laut Tourismusbehörde jedoch geschätzte 9 Milliarden Euro ein.

In seiner Predigt forderte der erste in den USA geborene Papst die Gläubigen auf, im Fremden „einen Nächsten“ zu sehen, und warnte vor der Kommerzialisierung von Menschen in einer Wirtschaft, die „aus allem Profit schlagen will“. Die Äußerungen wurden weithin als Appell für humanere Migrationspolitiken verstanden, zumal Italien weiterhin temporäre Grenzkontrollen zu Slowenien durchführt und neue Quoten für Nicht-EU-Arbeitnehmer plant.

Heiliges Jahr endet nach 33,5 Millionen Pilgern in Rom – Forderungen nach menschlicherem Umgang mit Migranten werden laut


Aus Mobilitätssicht diente das Jubiläum als großer Belastungstest vor den Olympischen Winterspielen 2026 und dem nächsten Heiligen Jahr des Vatikans 2033. Trenitalia setzte in Spitzenwochen 160 zusätzliche Hochgeschwindigkeitszüge ein, während der Flughafen Rom-Fiumicino bis zu 200.000 Passagiere täglich abfertigte und dabei auf biometrische E-Gates setzte, um Warteschlangen zu minimieren. Die Stadtverwaltung erteilte 1,4 Millionen temporäre Transitgenehmigungen für ausländische Reisebusse und erweiterte die mehrsprachige Beschilderung im U-Bahn-Netz.

Hotels erreichten eine durchschnittliche Auslastung von 92 Prozent, was Geschäftsreisende in Randbezirke oder Nachbarstädte wie Florenz und Neapel drängte. Reise-Risikoanalysten weisen darauf hin, dass Großveranstaltungen religiöser Art inzwischen neben Sport-Großevents als Auslöser für plötzliche Spitzen bei Visaanträgen, Flugbuchungen und kurzfristigen Mietpreisen gelten. Unternehmen mit im Ausland stationiertem Personal in Italien wird empfohlen, den Veranstaltungskalender des Vatikans im Blick zu behalten, da päpstliche Feiern oft kurzfristige Maßnahmen zur Menschenmengensteuerung nach sich ziehen, die auch den Arbeitsweg beeinträchtigen können.

Mit der Versiegelung der Heiligen Pforte begann die rasche Abreise der Pilger, die den Druck auf Roms Infrastruktur vorübergehend verringern wird – aber nur für kurze Zeit. Bereits nächsten Monat starten die Vorbereitungen für den Fackellauf der Olympischen Spiele 2026, der eine neue Welle internationaler Besucher anziehen und die Debatte über Grenzkontrollen und Schengen-Flexibilität neu entfachen dürfte.
Quelle: Reuters

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