
Bergamo-Orio al Serio, Italiens drittgrößter Flughafen und wichtiger Ryanair-Drehkreuz für Norditalien, musste am 3. Januar ab 18:00 Uhr Ortszeit den Flugbetrieb komplett einstellen, nachdem das Instrumentenlandesystem (ILS) bei dichtem Nebel ausgefallen war. Der Ausfall führte dazu, dass ankommende Flugzeuge keine verlässlichen Gleitpfaddaten erhalten konnten, was gemäß den Sicherheitsvorschriften der ENAC zu einem sofortigen Flugstopp führte.
Die Sperrung kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Das erste Wochenende nach den Weihnachtsferien ist traditionell von hohem Reiseaufkommen geprägt, wenn viele Freizeitreisende nach Hause zurückkehren und Geschäftsreisende ins neue Jahr starten. Während der siebenstündigen Störung wurden 26 Abflüge komplett gestrichen, sechs ankommende Flüge nach Mailand-Malpensa und Verona umgeleitet und weitere sieben Flüge auf den 4. Januar verschoben. Der Flughafenbetreiber SACBO teilte mit, dass die Techniker das ILS kurz nach Mitternacht wieder in Betrieb nehmen konnten, doch aufgrund von Dienstzeitbegrenzungen der Crews und Flugzeugverlegungen dauerten die Verzögerungen bis in den Sonntagmorgen an.
Bilder von hunderten Passagieren, die auf dem Boden der Terminals und auf Gepäckförderbändern schliefen, sorgten bereits für Kritik von Verbraucherverbänden. Ryanair, das fast 80 Prozent des Verkehrs am Flughafen ausmacht, bot kostenfreie Umbuchungen an, jedoch keine Übernachtungen, mit Verweis auf die außergewöhnlichen Umstände gemäß EU-Verordnung 261. Der Branchenverband Assaeroporti betonte, dass der Vorfall die Notwendigkeit von Notfallplänen an Flughäfen mit nur einer Start- und Landebahn unterstreicht, die mehr als 15 Millionen Passagiere jährlich abfertigen.
Für Unternehmen zeigt die Störung die Bedeutung von Reise-Risikomanagement und flexiblen Ticketregelungen: Bergamo wickelt einen erheblichen Anteil des Exportverkehrs kleiner und mittlerer Unternehmen Italiens nach Deutschland, Spanien und Großbritannien ab. Mobilitätsmanager, deren Mitarbeiter diese Woche über Norditalien reisen, sollten die Umsteigezeiten zwischen Flughäfen prüfen und in Erwägung ziehen, vorübergehend über Mailand-Malpensa oder per Bahn zu reisen, bis sich die Flugpläne stabilisieren.
SACBO kündigte an, innerhalb von zehn Tagen einen Ursachenbericht bei der Zivilluftfahrtbehörde einzureichen. Der Vorfall dürfte die geplante 35-Millionen-Euro-Aufrüstung der Redundanzsysteme, die für 2027 vorgesehen ist, beschleunigen und könnte eine umfassendere Überprüfung der Widerstandsfähigkeit regionaler Flughäfen in Italien vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina auslösen.
Die Sperrung kam zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt: Das erste Wochenende nach den Weihnachtsferien ist traditionell von hohem Reiseaufkommen geprägt, wenn viele Freizeitreisende nach Hause zurückkehren und Geschäftsreisende ins neue Jahr starten. Während der siebenstündigen Störung wurden 26 Abflüge komplett gestrichen, sechs ankommende Flüge nach Mailand-Malpensa und Verona umgeleitet und weitere sieben Flüge auf den 4. Januar verschoben. Der Flughafenbetreiber SACBO teilte mit, dass die Techniker das ILS kurz nach Mitternacht wieder in Betrieb nehmen konnten, doch aufgrund von Dienstzeitbegrenzungen der Crews und Flugzeugverlegungen dauerten die Verzögerungen bis in den Sonntagmorgen an.
Bilder von hunderten Passagieren, die auf dem Boden der Terminals und auf Gepäckförderbändern schliefen, sorgten bereits für Kritik von Verbraucherverbänden. Ryanair, das fast 80 Prozent des Verkehrs am Flughafen ausmacht, bot kostenfreie Umbuchungen an, jedoch keine Übernachtungen, mit Verweis auf die außergewöhnlichen Umstände gemäß EU-Verordnung 261. Der Branchenverband Assaeroporti betonte, dass der Vorfall die Notwendigkeit von Notfallplänen an Flughäfen mit nur einer Start- und Landebahn unterstreicht, die mehr als 15 Millionen Passagiere jährlich abfertigen.
Für Unternehmen zeigt die Störung die Bedeutung von Reise-Risikomanagement und flexiblen Ticketregelungen: Bergamo wickelt einen erheblichen Anteil des Exportverkehrs kleiner und mittlerer Unternehmen Italiens nach Deutschland, Spanien und Großbritannien ab. Mobilitätsmanager, deren Mitarbeiter diese Woche über Norditalien reisen, sollten die Umsteigezeiten zwischen Flughäfen prüfen und in Erwägung ziehen, vorübergehend über Mailand-Malpensa oder per Bahn zu reisen, bis sich die Flugpläne stabilisieren.
SACBO kündigte an, innerhalb von zehn Tagen einen Ursachenbericht bei der Zivilluftfahrtbehörde einzureichen. Der Vorfall dürfte die geplante 35-Millionen-Euro-Aufrüstung der Redundanzsysteme, die für 2027 vorgesehen ist, beschleunigen und könnte eine umfassendere Überprüfung der Widerstandsfähigkeit regionaler Flughäfen in Italien vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand-Cortina auslösen.
Quelle: Reuters