
In der Nacht vom 12. auf den 13. Januar fegte ein heftiger Schauer aus stark unterkühltem Regen über Böhmen und Mähren hinweg, doch die operativen Auswirkungen erreichten erst an diesem Wochenende einen kritischen Punkt. In den frühen Morgenstunden des Sonntags, 18. Januar, bestätigte der Prager Flughafen Václav Havel (PRG), dass er weiterhin nur im „sehr eingeschränkten Modus“ arbeite. Ankunftszeiten wurden so gesteuert, dass die Bodenmannschaften die Hauptlandebahn mehrfach enteisen konnten. Die tschechische Fluggesellschaft Czech Airlines sowie Lufthansa, Air France-KLM und mehrere Golf-Airlines entschieden sich, Großraumflugzeuge nach München und Köln umzuleiten. Die Passagiere mussten somit die deutschen Grenzkontrollen passieren und ihre Übernachtungskosten selbst tragen.
Auch das Schienennetz blieb nicht verschont. Die Tschechischen Bahnen (ČD) mussten über 90 Regionalverbindungen streichen, da vereiste Oberleitungen den Betrieb lahmlegten. Der private Anbieter RegioJet warnte vor Folgeverspätungen von bis zu vier Stunden bei den InterCity-Zügen zwischen Prag, Brünn, Ostrava und Wien. Lkw-Fahrer meldeten umgeknickte Lastwagen auf den Autobahnen D5 und D8 Richtung Deutschland, was Logistikmanager dazu zwang, „Schneeschreibtisch“-Protokolle zu aktivieren und zeitkritische Lieferungen über die Slowakei oder Polen umzuleiten.
Für Mobilitätsmanager ist die Kettenreaktion eine deutliche Mahnung, dass die Resilienz bei Geschäftsreisen künftig auch Wetterereignisse abdecken muss, die mehrere Verkehrsträger gleichzeitig lahmlegen. Unternehmen mit tschechischem oder regionalem Hauptsitz in Prag teilten VisaHQ mit, dass sie bereits Home-Office-Regelungen für anreisende Mitarbeiter aktiviert, zahlreiche Visa- und biometrische Termine im Land neu terminiert und praktische Hinweise herausgegeben hätten – von der Nutzung von Spikes auf vereisten Gehwegen bis hin zum Mitführen zusätzlicher Medikamente.
Das Tschechische Hydrometeorologische Institut prognostiziert, dass die Temperaturen bis Mitte der Woche knapp unter dem Gefrierpunkt bleiben, was bei weiteren Niederschlägen schnell eine neue Schicht Glatteis zur Folge haben könnte. Personal- und Reiseteams verlängern daher ihre Notfallmaßnahmen mindestens bis Mittwoch. Experten raten Unternehmen: 1) zu prüfen, ob umgeleitete Reisende einen deutschen Schengen-Einreisestempel benötigen, um Überziehungen zu vermeiden, 2) die übliche Umsteigezeit zwischen Bahn und Flugverkehr zu verdoppeln und 3) verpasste Einreise- oder Arzttermine zu dokumentieren, um später offizielle Kulanz beantragen zu können.
Obwohl der Prager Flughafen hofft, den Normalbetrieb bis Montagnachmittag wieder aufzunehmen, zeigt der Vorfall den Wert robuster Duty-of-Care-Prozesse: Automatisiertes Reisenden-Tracking, vorab geblockte Hotels außerhalb des Flughafengeländes und lokale Sprach-Hotlines für gestrandete Mitarbeiter erwiesen sich als entscheidend für Unternehmen, die die Krise mit minimalen Störungen überstanden haben.
Auch das Schienennetz blieb nicht verschont. Die Tschechischen Bahnen (ČD) mussten über 90 Regionalverbindungen streichen, da vereiste Oberleitungen den Betrieb lahmlegten. Der private Anbieter RegioJet warnte vor Folgeverspätungen von bis zu vier Stunden bei den InterCity-Zügen zwischen Prag, Brünn, Ostrava und Wien. Lkw-Fahrer meldeten umgeknickte Lastwagen auf den Autobahnen D5 und D8 Richtung Deutschland, was Logistikmanager dazu zwang, „Schneeschreibtisch“-Protokolle zu aktivieren und zeitkritische Lieferungen über die Slowakei oder Polen umzuleiten.
Für Mobilitätsmanager ist die Kettenreaktion eine deutliche Mahnung, dass die Resilienz bei Geschäftsreisen künftig auch Wetterereignisse abdecken muss, die mehrere Verkehrsträger gleichzeitig lahmlegen. Unternehmen mit tschechischem oder regionalem Hauptsitz in Prag teilten VisaHQ mit, dass sie bereits Home-Office-Regelungen für anreisende Mitarbeiter aktiviert, zahlreiche Visa- und biometrische Termine im Land neu terminiert und praktische Hinweise herausgegeben hätten – von der Nutzung von Spikes auf vereisten Gehwegen bis hin zum Mitführen zusätzlicher Medikamente.
Das Tschechische Hydrometeorologische Institut prognostiziert, dass die Temperaturen bis Mitte der Woche knapp unter dem Gefrierpunkt bleiben, was bei weiteren Niederschlägen schnell eine neue Schicht Glatteis zur Folge haben könnte. Personal- und Reiseteams verlängern daher ihre Notfallmaßnahmen mindestens bis Mittwoch. Experten raten Unternehmen: 1) zu prüfen, ob umgeleitete Reisende einen deutschen Schengen-Einreisestempel benötigen, um Überziehungen zu vermeiden, 2) die übliche Umsteigezeit zwischen Bahn und Flugverkehr zu verdoppeln und 3) verpasste Einreise- oder Arzttermine zu dokumentieren, um später offizielle Kulanz beantragen zu können.
Obwohl der Prager Flughafen hofft, den Normalbetrieb bis Montagnachmittag wieder aufzunehmen, zeigt der Vorfall den Wert robuster Duty-of-Care-Prozesse: Automatisiertes Reisenden-Tracking, vorab geblockte Hotels außerhalb des Flughafengeländes und lokale Sprach-Hotlines für gestrandete Mitarbeiter erwiesen sich als entscheidend für Unternehmen, die die Krise mit minimalen Störungen überstanden haben.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News
Wie VisaHQ helfen kann
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