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Finnland schlägt auf Sozialleistungen basierende Aufhebung von Aufenthaltserlaubnissen für internationale Studierende vor

Jan. 20, 2026
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Finnland schlägt auf Sozialleistungen basierende Aufhebung von Aufenthaltserlaubnissen für internationale Studierende vor
Das finnische Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung hat eine dreiwöchige öffentliche Konsultation zu einem Gesetzesentwurf gestartet, der der finnischen Einwanderungsbehörde Migri erlauben würde, Aufenthaltserlaubnisse von Nicht-EU/EEA-Studierenden zu widerrufen, die Grundsicherung beziehen. Nach den aktuellen Bestimmungen müssen ausländische Studierende bei der Antragstellung nachweisen, dass sie ihren Lebensunterhalt finanzieren können, eine automatische Nachverfolgung nach der Ankunft findet jedoch nicht statt. Das Ministerium plant nun eine automatisierte Nachkontrolle: Migri soll monatlich Daten von Kela, der finnischen Sozialversicherungsagentur, erhalten, und jede registrierte Sozialleistung könnte eine sofortige Überprüfung und letztlich den Entzug der Aufenthaltserlaubnis auslösen.

Regierungsvertreter argumentieren, dass die Änderung notwendig sei, um die Integrität des bildungsbasierten Einwanderungswegs Finnlands zu schützen, an dem im vergangenen Jahr 76.000 ausländische Studierende teilnahmen. Zwischen September 2023 und Dezember 2025 prüfte Migri 37.000 Studiengenehmigungen; 333 Inhaber bezogen Sozialhilfe, doch keine Erlaubnis wurde widerrufen, da das Gesetz eine längerfristige Abhängigkeitsentwicklung voraussetzte. Der neue Entwurf hebt diese Ermessensspielräume auf und signalisiert eine härtere Linie, die mit dem Programm von Ministerpräsident Petteri Orpo übereinstimmt, das sogenannte „Missbrauch“ des Studentenwegs einzudämmen.

Finnland schlägt auf Sozialleistungen basierende Aufhebung von Aufenthaltserlaubnissen für internationale Studierende vor


Universitäten Finnlands (UNIFI) warnen, dass der Vorschlag die Wettbewerbsfähigkeit des Landes auf dem globalen Bildungsmarkt beeinträchtigen könnte, wo Konkurrenten wie Kanada und Deutschland bereits die Arbeitszeitregelungen verschärfen. Finnische Hochschulen sind zunehmend auf gebührenzahlende Nicht-EU-Studierende angewiesen, um Budgetkürzungen auszugleichen; jede Wahrnehmung von Unsicherheit könnte Bewerber in andere nordische Länder treiben. Die Studierendenbetreuung fordert daher Förderer und Personalabteilungen, die postgraduale Studien finanzieren, auf, Notfallunterstützungsmechanismen einzurichten, damit die Studierenden nicht auf Kela-Leistungen angewiesen sind.

Für Manager der Unternehmensmobilität bringt der Gesetzesentwurf ein neues Compliance-Risiko mit sich. Unternehmen, die Praktikanten oder Trainees vergüten, müssen sicherstellen, dass Zahlungen rechtzeitig auf den Bankkonten eingehen, bevor Miete und Lebenshaltungskosten fällig werden, da sonst unbeabsichtigt der Widerruf der Aufenthaltserlaubnis drohen kann. Experten empfehlen, Sozialleistungsprüfungen in die Vorbereitungen vor der Entsendung einzubauen und zu bestätigen, dass die private Krankenversicherung auch psychische Gesundheitsleistungen abdeckt – ein weiterer Bereich, in dem Studierende manchmal staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Die Konsultation endet am 27. Februar 2026, danach plant die Regierung, im Frühjahr eine Gesetzesvorlage dem Parlament vorzulegen. Bei Verabschiedung könnten die neuen Regeln bereits im Sommer 2026 in Kraft treten.
Quelle: The Economic Times

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