
Neue Zahlen der Schwäbischen Zeitung zeigen, dass Baden-Württemberg im Jahr 2025 insgesamt 1.046 verurteilte Straftäter abgeschoben hat – ein Anstieg von 42 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3.397 Personen aus dem Bundesland ausgewiesen (2024: 2.873), wobei die meisten Abschiebungen nach Georgien, Nordmazedonien, Türkei, Kosovo, Gambia und Serbien erfolgten. Justizministerin Marion Gentges (CDU) wertete die Zahlen als Beleg dafür, dass das Land „den Fokus auf Gesetzesbrecher legt“ und wies Kritik zurück, wonach gut integrierte Migranten ins Visier genommen würden.
Der Anstieg steht im Einklang mit der „Migrationswende“ der Bundesregierung, die die Rückführung von Straftätern und abgelehnten Asylbewerbern priorisiert und die Außengrenzen verschärft. Baden-Württemberg hat spezialisierte Rückführungseinheiten ausgebaut, Verträge zur Unterbringung in Abschiebehaft mit Fluggesellschaften erweitert und die Identitätsprüfung durch biometrische Daten beschleunigt.
Für Arbeitgeber verdeutlichen die Zahlen ein verschärftes Klima gegenüber Drittstaatsangehörigen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Personal- und Mobilitätsteams sollten Compliance-Schulungen intensivieren und sicherstellen, dass disziplinarische Fälle bei ausländischen Mitarbeitenden umgehend zu einer Überprüfung des Aufenthaltsstatus führen. Unternehmen, die auf Fachkräfte aus Georgien oder dem Westbalkan – Regionen, die inzwischen als „sichere Herkunftsländer“ gelten – angewiesen sind, müssen mit schnelleren Abschiebungen rechnen, wenn Aufenthaltstitel auslaufen.
NGOs warnen vor Verfahrensfehlern und familiären Trennungen durch das hohe Tempo der Abschiebungen, während Wirtschaftsverbände betonen, dass der Fachkräftemangel nur durch eine ausgewogene Balance zwischen Abschiebungen und vereinfachten Arbeitserlaubnisverfahren behoben werden kann. Die Landesregierung hält dagegen, dass eine konsequente Durchsetzung Voraussetzung für die Akzeptanz legaler Arbeitsmigration und des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes sei.
Da in den kommenden Wochen weitere Bundesländer ihre Abschiebestatistiken für 2025 veröffentlichen, sollten Mobilitätsverantwortliche regionale Unterschiede beobachten, Risikomatrizen aktualisieren und umziehende Mitarbeitende – insbesondere mit befristeten Aufenthaltstiteln – über die verstärkte Abschiebepraxis informieren.
Der Anstieg steht im Einklang mit der „Migrationswende“ der Bundesregierung, die die Rückführung von Straftätern und abgelehnten Asylbewerbern priorisiert und die Außengrenzen verschärft. Baden-Württemberg hat spezialisierte Rückführungseinheiten ausgebaut, Verträge zur Unterbringung in Abschiebehaft mit Fluggesellschaften erweitert und die Identitätsprüfung durch biometrische Daten beschleunigt.
Für Arbeitgeber verdeutlichen die Zahlen ein verschärftes Klima gegenüber Drittstaatsangehörigen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Personal- und Mobilitätsteams sollten Compliance-Schulungen intensivieren und sicherstellen, dass disziplinarische Fälle bei ausländischen Mitarbeitenden umgehend zu einer Überprüfung des Aufenthaltsstatus führen. Unternehmen, die auf Fachkräfte aus Georgien oder dem Westbalkan – Regionen, die inzwischen als „sichere Herkunftsländer“ gelten – angewiesen sind, müssen mit schnelleren Abschiebungen rechnen, wenn Aufenthaltstitel auslaufen.
NGOs warnen vor Verfahrensfehlern und familiären Trennungen durch das hohe Tempo der Abschiebungen, während Wirtschaftsverbände betonen, dass der Fachkräftemangel nur durch eine ausgewogene Balance zwischen Abschiebungen und vereinfachten Arbeitserlaubnisverfahren behoben werden kann. Die Landesregierung hält dagegen, dass eine konsequente Durchsetzung Voraussetzung für die Akzeptanz legaler Arbeitsmigration und des neuen Fachkräfteeinwanderungsgesetzes sei.
Da in den kommenden Wochen weitere Bundesländer ihre Abschiebestatistiken für 2025 veröffentlichen, sollten Mobilitätsverantwortliche regionale Unterschiede beobachten, Risikomatrizen aktualisieren und umziehende Mitarbeitende – insbesondere mit befristeten Aufenthaltstiteln – über die verstärkte Abschiebepraxis informieren.
Quelle: DIE ZEIT / dpa