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Indien erweitert e-Touristenvisum auf 166 Länder und stärkt Geschäftsreisen

Jan. 27, 2026
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Indien erweitert e-Touristenvisum auf 166 Länder und stärkt Geschäftsreisen
In einem stillen Update, das am 25. Januar veröffentlicht und am 26. Januar 2026 bestätigt wurde, hat das indische Tourismusministerium das e-Tourist Visa (e-TV) Programm auf 166 Nationalitäten ausgeweitet, zuvor waren es 157 im letzten Jahr. Neu hinzugekommen sind unter anderem Kenia, Algerien, Fidschi, Uruguay, Armenien und Nordmazedonien – alles wichtige Partner für indische Unternehmen in den Bereichen Beschaffung, Energiesektor oder aufstrebende Märkte.

Das e-TV bleibt ein vollständig digitaler Prozess: Reisende beantragen das Visum über das Regierungsportal, laden einen Scan ihres Reisepasses und ein Foto hoch, bezahlen die Gebühr per Karte und erhalten in den meisten Fällen innerhalb von 72 Stunden eine elektronische Reisegenehmigung. Das Visum erlaubt eine doppelte Einreise und einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen für Tourismus, Konferenzen und kurze Geschäftsbesuche. Nach der Ankunft kann die Gültigkeit auf 90 Tage für Geschäfts- oder medizinische Zwecke durch einen Besuch im Regionalen Ausländerregistrierungsbüro (FRRO) verlängert werden.

Indien erweitert e-Touristenvisum auf 166 Länder und stärkt Geschäftsreisen


Für multinationale Unternehmen mit Hauptsitz in Indien sowie ausländische Firmen, die Mitarbeiter für kurze Einsätze nach Indien entsenden, ist die Erweiterung mehr als nur symbolisch. Sie beseitigt die Notwendigkeit von Papieranträgen bei indischen Vertretungen in neun weiteren Ländern und verkürzt die Vorlaufzeit für kurzfristige Reisen – ein langjähriger Engpass für Beschaffungs- und Vertriebsteams. Unternehmen, die auf afrikanische oder lateinamerikanische Zulieferer angewiesen sind, können nun Qualitätskontrollingenieure einfliegen lassen oder Verträge verhandeln, ohne sich durch einen Konsulatsrückstau kämpfen zu müssen.

Die Maßnahme signalisiert zudem Indiens Absicht, digitale Werkzeuge einzusetzen, um mit konkurrierenden Wirtschaftszentren in Südostasien und dem Golf zu konkurrieren, die bereits vereinfachte e-Visa-Regelungen anbieten. Laut Daten des Tourismusministeriums stiegen die e-TV-Ankünfte im Jahr 2025 um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei 28 Prozent der Nutzer mit dem Zweck „Geschäft“ oder „Konferenz“ einreisten – ein Beleg dafür, dass das Programm sich still und leise zu einem wichtigen Instrument für Geschäftsreisen entwickelt hat und nicht nur Touristen anzieht.

Unternehmen sollten ihre Reiserichtlinien an die neue Liste anpassen und ihre Mitarbeiter darauf hinweisen, dass das e-TV nicht in ein Arbeitsvisum umgewandelt oder über 30 Tage hinaus verlängert werden kann, es sei denn, die Reise fällt unter die spezifische 90-Tage-Geschäftsverlängerung. Vielreisende, die längere Aufenthalte benötigen, müssen weiterhin ein reguläres Geschäftsvisum (B-Visum) bei einer indischen Vertretung beantragen.
Quelle: Ministry of Tourism / TravelTrade Today

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