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Krise bei H-1B-Visastempeln verschärft sich: US-Konsulate in Indien verschieben Termine bis 2027

Jan. 27, 2026
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Krise bei H-1B-Visastempeln verschärft sich: US-Konsulate in Indien verschieben Termine bis 2027
Indische Fachkräfte mit H-1B-, L-1- und anderen visumspflichtigen Petitionen wachten am 26. Januar auf und stellten fest, dass bei allen US-Konsulaten in Indien für 2026 keine Termine mehr verfügbar sind. Die ersten offenen Interviewtermine – sofern überhaupt sichtbar – liegen laut Screenshots von Einwanderungsanwälten aus Delhi, Mumbai, Chennai, Hyderabad und Kolkata im ersten Quartal 2027.

Die Terminverknappung begann im Dezember 2025, als die Konsulate plötzlich Tausende von Interviews, die für Januar bis März 2026 geplant waren, auf Oktober verschoben. Eine zweite Welle automatischer Umbuchungen in der vergangenen Woche schob diese Bewerber nun in das Jahr 2027. Konsularische Quellen machen verschärfte Social-Media-Prüfungen, die seit dem 15. Dezember gelten, sowie das Ende der sogenannten „Visa-Runs“ über Drittstaaten für Inder verantwortlich. Die Bearbeitung jedes Falls dauert nun deutlich länger, was die tägliche Kapazität reduziert.

Krise bei H-1B-Visastempeln verschärft sich: US-Konsulate in Indien verschieben Termine bis 2027


Die Folgen sind gravierend für indische IT-Fachkräfte in den USA. Wer wegen familiärer Notfälle oder geschäftlicher Gründe nach Indien reist, riskiert, 12 bis 15 Monate auf ein neues Visum warten zu müssen. Große IT-Unternehmen haben Reiseverbote ausgesprochen, einige prüfen kurzfristige Remote-Arbeit aus Kanada oder Mexiko, um Produktivitätsverluste zu vermeiden.

Start-ups, die auf Gründer angewiesen sind, die zwischen Bengaluru und dem Silicon Valley pendeln, sehen sich mit gestörten Finanzierungsplänen konfrontiert. Familien sind über Grenzen hinweg getrennt; Angehörige mit H-4-Visa, die für die Winterpause in die Heimat gereist sind, können nicht zurückkehren. Reise-Management-Teams setzen verstärkt auf virtuelle Meetings und warnen die Führungsebene, dass wichtige Vor-Ort-Unterstützung für US-Kunden möglicherweise aus Indien erfolgen muss.

Experten erwarten keine Besserung, bis das US-Außenministerium zusätzliche Bearbeitungsteams einsetzt oder das Pilotprogramm für Visaverlängerungen innerhalb der USA wieder aufnimmt. Bis dahin sollten Unternehmen die Ablaufdaten der Visastempel genau verfolgen, Remote-Arbeitsoptionen einplanen und gegebenenfalls mit Premium-Anträgen für I-131 Advance Parole rechnen.
Quelle: The Times of India / Economic Times

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