
Verbände der Reisebranche warnten am 5. Februar vor dem EU-Ein- und Ausreisesystem (EES) und mahnten, dass die vollständige Einführung ab dem 10. April die Passkontrollzeiten am Flughafen Prag sowie an den meistfrequentierten tschechischen Landgrenzübergängen zu Deutschland und Polen während der Sommer-Hauptreisezeit verlängern könnte.
Das EES verlangt, dass jeder Nicht-EU-Bürger – darunter Briten, Amerikaner und andere visumfreie Reisende – bei der ersten Grenzüberquerung an einer externen Schengen-Außengrenze nach Umstellung biometrisch erfasst wird: Fingerabdrücke, Foto und Registrierung. Seit dem begrenzten Start im Oktober berichteten einige Mittelmeerflughäfen von Wartezeiten von bis zu drei Stunden, obwohl nur 35 % der Passagiere erfasst wurden. Ab April steigt die Quote auf 100 %.
Die tschechische Grenzpolizei teilte der Tageszeitung Hospodářské noviny mit, dass am Flughafen Václav Havel bereits 46 Selbstbedienungs-Biometriekioske installiert wurden und bis Juni 20 weitere hinzukommen sollen. Dennoch sei das Personal „knapp“. Der Flughafenbetreiber Letiště Praha schätzt, dass ohne zusätzliches Personal die durchschnittliche Abfertigungszeit bei Großraumflugzeugen auf bis zu 45 Minuten ansteigen könnte. Busunternehmen auf der Übernachtverbindung Václavské náměstí–Heathrow befürchten Verzögerungen an der französischen Kontrollstelle im Eurotunnel, was zu verpassten Fährverbindungen führen könnte.
Der Branchenverband ACI Europe forderte Brüssel auf, den Mitgliedstaaten vorübergehende Flexibilität zu gewähren – etwa durch teilweise Aussetzungen an den verkehrsreichsten Tagen – bis mehr Geräte und Personal zur Verfügung stehen. Tschechische Reisebüros unterstützen diese Forderung und weisen darauf hin, dass lange Warteschlangen die Erholung des Landes vom pandemiebedingten Einbruch gefährden würden: Die Zahl der ausländischen Ankünfte erreichte 2025 erst 92 % des Niveaus von 2019. Geschäftsreisende aus Großbritannien und den USA werden bereits jetzt dazu angehalten, ab Mitte April mindestens eine Stunde mehr für Termine in Prag einzuplanen.
Derzeit sind tschechische Staatsbürger und andere EU-Bürger vom EES ausgenommen, müssen aber voraussichtlich Ende nächsten Jahres eine separate Registrierung über ETIAS durchlaufen. Fluggesellschaften, die Prag anfliegen, aktualisieren ihre Check-in-Systeme, um zu prüfen, ob ein Nicht-EU-Passagier bereits im EES registriert ist; falls nicht, müssen sie mehr Bodenzeit einplanen oder riskieren Bußgelder für nicht registrierte Reisende.
Praktische Tipps für Mobilitätsmanager sind, Langstreckenankünfte frühmorgens zu planen, wenn die Warteschlangen kürzer sind, und sicherzustellen, dass Mitarbeiter mit häufigen Reisen ihre Pässe rechtzeitig erneuern, da ein neuer Pass eine erneute biometrische Erfassung auslöst. Das Innenministerium bestätigte zudem, dass Inhaber von Diplomaten- und Dienstpässen von der Fingerabdruckpflicht ausgenommen sind, jedoch nicht von der Gesichtserkennung.
Das EES verlangt, dass jeder Nicht-EU-Bürger – darunter Briten, Amerikaner und andere visumfreie Reisende – bei der ersten Grenzüberquerung an einer externen Schengen-Außengrenze nach Umstellung biometrisch erfasst wird: Fingerabdrücke, Foto und Registrierung. Seit dem begrenzten Start im Oktober berichteten einige Mittelmeerflughäfen von Wartezeiten von bis zu drei Stunden, obwohl nur 35 % der Passagiere erfasst wurden. Ab April steigt die Quote auf 100 %.
Die tschechische Grenzpolizei teilte der Tageszeitung Hospodářské noviny mit, dass am Flughafen Václav Havel bereits 46 Selbstbedienungs-Biometriekioske installiert wurden und bis Juni 20 weitere hinzukommen sollen. Dennoch sei das Personal „knapp“. Der Flughafenbetreiber Letiště Praha schätzt, dass ohne zusätzliches Personal die durchschnittliche Abfertigungszeit bei Großraumflugzeugen auf bis zu 45 Minuten ansteigen könnte. Busunternehmen auf der Übernachtverbindung Václavské náměstí–Heathrow befürchten Verzögerungen an der französischen Kontrollstelle im Eurotunnel, was zu verpassten Fährverbindungen führen könnte.
Der Branchenverband ACI Europe forderte Brüssel auf, den Mitgliedstaaten vorübergehende Flexibilität zu gewähren – etwa durch teilweise Aussetzungen an den verkehrsreichsten Tagen – bis mehr Geräte und Personal zur Verfügung stehen. Tschechische Reisebüros unterstützen diese Forderung und weisen darauf hin, dass lange Warteschlangen die Erholung des Landes vom pandemiebedingten Einbruch gefährden würden: Die Zahl der ausländischen Ankünfte erreichte 2025 erst 92 % des Niveaus von 2019. Geschäftsreisende aus Großbritannien und den USA werden bereits jetzt dazu angehalten, ab Mitte April mindestens eine Stunde mehr für Termine in Prag einzuplanen.
Derzeit sind tschechische Staatsbürger und andere EU-Bürger vom EES ausgenommen, müssen aber voraussichtlich Ende nächsten Jahres eine separate Registrierung über ETIAS durchlaufen. Fluggesellschaften, die Prag anfliegen, aktualisieren ihre Check-in-Systeme, um zu prüfen, ob ein Nicht-EU-Passagier bereits im EES registriert ist; falls nicht, müssen sie mehr Bodenzeit einplanen oder riskieren Bußgelder für nicht registrierte Reisende.
Praktische Tipps für Mobilitätsmanager sind, Langstreckenankünfte frühmorgens zu planen, wenn die Warteschlangen kürzer sind, und sicherzustellen, dass Mitarbeiter mit häufigen Reisen ihre Pässe rechtzeitig erneuern, da ein neuer Pass eine erneute biometrische Erfassung auslöst. Das Innenministerium bestätigte zudem, dass Inhaber von Diplomaten- und Dienstpässen von der Fingerabdruckpflicht ausgenommen sind, jedoch nicht von der Gesichtserkennung.
Quelle: The Guardian
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