
Nur 48 Stunden nach den tödlichen Überschwemmungen durch Sturm Leonardo mobilisieren die spanischen Behörden Notfallteams für die Ankunft von Sturm Marta. Andalusien und Galicien wurden am späten Samstag auf Orange-Warnstufe gesetzt, mit Prognosen von Windböen bis zu 110 km/h und erneuter Gefahr von Sturzfluten auf bereits durchnässtem Boden.
Ministerpräsident Pedro Sánchez, der per Hubschrauber die überschwemmte Region Cádiz besuchte, warnte vor „schwierigen Tagen“ und kündigte schnelle Hilfsgelder an. Regionalpräsident Juan Manuel Moreno rief die Bevölkerung dazu auf, Reisen zu vermeiden und Notfallrucksäcke bereit zu halten. Mehr als 11.000 Menschen sind weiterhin obdachlos, viele werden in Sporthallen und kommunalen Unterkünften untergebracht.
Auch Portugal, das im Einflussbereich von Marta liegt, hat 26.500 Rettungskräfte mobilisiert und die Kommunalwahlen in drei Bezirken verschoben – ein grenzüberschreitendes Zeichen dafür, dass atlantische Stürme keine Grenzen kennen. An den spanisch-portugiesischen Grenzübergängen Ayamonte und Alcañices kam es zu Staus, da Lkw-Fahrer versuchten, das Wetterfenster zu nutzen.
Multinationale Unternehmen mit iberischen Lieferketten sollten regionale Krisenstäbe aktivieren, den Kontakt zu Versicherern halten und alternative Transportwege über Frankreich vorab buchen, falls die Grenzflüsse anschwellen. Die Reisestellen der Firmen raten den Mitarbeitern, flexible Tickets zu nutzen und bis mindestens 10. Februar auf Homeoffice-Optionen vorbereitet zu sein.
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Quelle: Al Jazeera
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